Familienbands scheinen im deutschsprachigen Raum, d.h. Österreich, Deutschland und der Schweiz mittlerweile wieder voll im Trend zu sein. So hat beispielsweise die Legendäre Familienband The Kelly Family (Hasse sie, oder liebe sie, aber du kannst sie nicht ignorieren) erfolgreich ihr Comeback gestartet. Ob dies bei den Geschwistern Andy, Dennijo, und Chad Sitze auch der Fall ist, darüber kann man nur mutmaßen. Seit ein paar Jahren ist die Band nun schon unterwegs und in ihrer Heimat durchaus im independentsektor erfolgreich, sind sie bei uns wohl noch recht unbekannt. Ein Umstand, der sich hoffentlich bald ändert. 

Mit dem Einsatz von Cello und Trommel, empfangen die Brüder der Flat River Band den Hörer akustischer Weihnachtsmusik zu dem instrumentalen Opener O Holy Night und geben ein interessantes Soundkonzept preiß. Das interessante an dieser instrumentalen Neuinterpretation von Heilige Nacht bzw. Holy Night ist, dass sie aus einem völkischen Trommelbeat und einem schönen Spiel des Cello’s realisiert wurde. Doch bleiben wir bei den Originalen Titelnamen. Haben die drei Brüder hier schon für einen Interssanten Einstieg gesorgt, geht es mit Go Tell It On The Mountain direkt zur Sache und was man zunächst beim ersten Hören für ein instrumentales Werk halten könnte, ändert sofort seine Richtung in eine Art Unplugged, Country und classic Rock ‘N’ Roll Soundkonstrukt. Aus einem ordentlichen Pianoriff, das perfekt gespielt wurde, schönen und warmen Bässen und straighten Drums ist die musikalische Basis schnell klar. Die Brüder von der Flat River Band beherrschen ihre Instrumente wie aus dem FF und spielen nicht nur Klavier, Drums, Bass und Saxophon fabelhaft und mit Herzblut, sondern auch der angenehme Gesang, machen diese Interpretation eines amerikanischen Klassikers zu einem perfekten Einstieg in die Scheibe. Hier haben die durchaus talentierten Mitglieder der Band Band des flachen Flusses direkt Sympathiepunkte einheimsen können, sind sie doch sehr ambitionierte und technisch versierte Musiker. Elemente des Jazz können wir auf dem Instrumental Away in a Manger hören, dessen Fokus auf der akustischen Leadgitarre liegt und die Rhythmusfraktion das ganze eher betont. Mit einer ordentliche Palette an verschiedenen Instrumenten, schaffen die drei Brüder der Flat River Band ein äußerst interessantes Werk zu schaffen. Absolutes Highlight bei diesem dritten Titel: Der Einsatz der Geige, welche gegen Ende des Stückes das ganze noch einmal toppen kann. It’s Christmas Time hingegen ist wieder ein Titel mit Gesang und eröffnet mit einer Klavierakkordfolge, die kurz dem Gesang weichen muss, der abrupte Wechsel zwischen energischem Sound und liebervoller Ruhe, bei der zunächst der Gesang als alleiniges Hauptmerkmal funktioniert, geben dem Song, welcher immer bestimmter seine klanglichen Mauern hochzieht eine gewisse Sympathie und zeigen das musikalische Talent der Flat River Band. O Come, All Ye Faithful ist mit seinem musikalischen Minimalismus (er besteht im wesentlichen nur aus einer Akustikgitarre). Zwischendrin gibt es mit Streicherklängen ein schönes Topping. Interessant ist hierbei auch der Einsatz einer souligen Frauenstimme, welche dem ganzen doch eine Überraschung gibt. I Heard The Angels Sing geht dann auch wieder mit Schlagzeugparts und ordentlichem Folk-Rock bzw. Americana klar. Jingle Bells überrascht mit einer Flotten Country interpretation, bestehend aus Kontrabass, Banjo im Rhythmus und im Leadbereich und kommt gänzlich ohne Gesang aus. Das Instrumental ist mal wieder ein Beweis für das musikalische Talent der Brüder aus der Flat River Band. Dafür gibt es mit dem ruhigen Titel I’m Gonna Get That Santa Clause wieder mächtig Gesang, der die Fusion von klassischer Countrymusik und leichten Rock ‘N’ Roll Einflüssen, zeigt hier aber wieder das Talent und die volle Palette von Andy, Chad & Dennijo Sitze auf. Die Band ist verdammt nochmal talentiert und beherrscht ihre Instrumente aus dem FF. What Child Is This erinnert vom Soundkonzept gesehen an den Opener des Albums im Folk Sound. Zunächst mit Flötensounds einleitend, ist später die Geige für das Leadelement zuständig. Glockenelemente bilden hier das nötige Topping und machen diese instrumentale Nummer zu einem gut umgesetzten Titel, der für Abwechslung sorgt. Zum krönenden Abschluss gibt es mit God Rest Ye Merry Gentlemen (We Three Kings) nochmal mächtig was auf die Ohren. Der Song welche mit einem Bass betonten Rhythmus des Schlagzeugs aus den Boxen kommt, gibt nochmal die musikalische Essenz der Band zum besten. Auch Instrumental, lassen Flat River Band hier wieder einiges an Zündstoff ab und geben final nochmal einen Beweis dafür, dass die drei Brüder eine talentierte, gut eingespielte Truppe ist, die ihr jeweiliges Instrument beherrschen.

Fazit 10 von 10: Ein perfektes Album passend zur Vorweihnachtszeit bieten die Brüder der Flat River Band mit Christmas Time. Musikalisch bewegt sich das ganze zwischen unplugged, Rock ‘N’ Roll, Acoustic, Country und Americana. Passend zur Jahreszeit ist dieses Opus jedem Konsumenten ehrlicher, handgemachter Musik zu empfehlen, der die Klänge der klassischen, akustischen Saiteninstrumente schätzt. Die Mitglieder beweisen ihr gesangliches-, kompositorisches-, und musikalisches Talent und liefern ein Album ab, dass perfekt zur Weihnachtszeit passt.

Flat River Band im Netz:

Flat River Band – die offizielle Webseite:
https://www.flatriverband.com/

Flat River Band bei Facebook:
https://www.facebook.com/Flatrivermusic

Flat River Band bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/flat-river-band/301380432

Flat River Band bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/11vAC8Hy0cv2VPG0c0flSZ

Flat River Band bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/394938

 

 

 

Reviews

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *