Das us-amerikanische Heavy-Duo John Rackowski und Matt Smith haben sich unter dem Projektnamen Litost im Jahr 2016 zusammengeschlossen und stehen seitdem für ehrlichen, kompromisslosen Heavy-Rock beziehungsweise Metal, der druckvoll und heftig aus den Boxen kommt. Im Jahr 2013 noch als Soloprojekt von John Rackowski konzipiert, mit der ep (d)anger den ersten Release vollzogen und kurze Zeit später das Album Love And War nachgelegt, legte Litost recht bald nach der Gründung ordentliches Material vor, auf die schließlich die Releases Love And War und Infliction (2016) folgten. Anfangs als Soloprojekt von John Rackowski (Guitar, Bass, Drums, Electronics) gegründet, stieß ab diesem Zeitpunkt Matt Smith (Gesang & Gitarre) hinzu und vervollständigte das Line up. Infolgedessen erschien im April 2019 das Album Colony auf welches nun mit Projections die aktuellste Veröffentlichung folgt, um die sich dieser Artikel dreht.

Mit insgesamt fünf Titeln und einer Spielzeit von rund 20 Minuten, handelt es sich bei dem neusten Opus von Litost wahrlich um ein Minialbum, das es jedoch in sich hat. Das The Hollies Cover Bus Stop eröffnet mit tiefen Gitarren und melodischen Gitarren, welche stark an die NWOBH erinnern. Strengenommen könnte man das hier vorliegende Material als melodic Metal bezeichnen, denn nicht nur die Solos im Leadbereich, sondern auch der klare Gesang von Matt Smith erinnern das dieses Genre, nur das die Rhythmusfraktion hier sehr schwertönig ist. Ein wenig wirkt das hier vorliegende Material wie eine Fusion aus Melodic Death Metal und progressive Metal, bei deren soliden Umsetzung auch Elemente wie sphärische Keyboards eingesetzt werden, welche das Liedgut mystisch, düster und Geheimnisvoll erscheinen lassen. Bus Stop überrascht zudem mit unvorhergesehen Elementen, wie einem kurzen aber effektiven Spiel einer akustikgitarre. Wer Aufgepasst hat, der wird bemerkt haben, daß es sich bei der Scheibe um eine EP von Coverversionen handelt. Weiter geht es mit Don’t Let Go, mit welchem Litost eine beeindruckende heavy Version des En Vogue Klassikers abliefern. Die Produktion von Projections ist druckvoll und auch wenn es sich um Neuinterpretationen handelt, beweißt das dynmaische Powerduo Litost musikalisches Talent und verhunzt das original nicht, sondern gibt ihm eine liebevolle Widmung im Heavy Sound. Auch das melodiöse The World I Know im Original von Collective Soul, ist ein echter Ohrenschmaus. Zunächst sehr akustisch und für Litost Verhältnisse ruhig einleitedend, ist der Refrain in seiner Heavyness etwas gezügelt, prügelt aber nicht ganz so extrem darauf los, wie die vorherigen Nummern. Ihre Instrumente Beherrschen Litost aus dem FF und geben somit dem Material Seele, anstatt es einfach nur steril und Gefühllos zu kopieren.

Mit einem ordentlichen Doublebass-Druming und brettharten Gitarren, geben Litost Ring frei für den Ides Of March Titel Vehicle und geben auch hier mit einer gefühlsbetonten Lässigkeit, Geschwindigkeit und Heavyness eine Neuinterpretation um besten, welche ein würdiger Tribut an das Original darstellt. Matt Smith erweist sich als echtes Sangeswunder, so hat er tatsächlich verschiedene Gesangsstile drauf und erweist sich als Goldkehlchen. Zum Grande Finale gibt es noch eine Heavy Version des 2Pac Klassikers California Love. Nach dem im original typischen Chorgesang, welcher an dieser Stelle mit Vocoder-Effekten unterlegt ist, erschaffen Litost hier eine Heavy-As-Fuck Version des Titels aus der Feder des legendären Rappers. Instrumental und rein von der Spieltechnik her, haben Litost hier den Titel fabelhaft neuinterpretiert. Soundtechnisch handelt es sich hier um einen ordentlichen Metalkracher, der sich gewischen hat. 

Fazit 10 von 10: Litost interpretieren auf ihrem neuen Release Projections, sechs zeitlose Klassiker der Rock- und Popmusik neu und machen somit den originalen Urhebern ein riesen Kompliment. Die Scheibe ist Heavy und lehnt an eine Mischung aus Alternative Metal, Post-Grunge, Death Metal, Progressive Metal und an in einigen Nuancen an die NWOBHM. Liebhaber dieses Genres, sollten sich die Scheibe unbedingt anhören, hier waren talentierte Musiker am Werk!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

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