The Topladys sind eine Grunge / Alternative Rock, bzw. Post-Rock-Band aus Sydney (USA) und setzen sich aus folgenden Mitgliedern zusammen. Richard (Vocals/Guitar), Liam (Guitar/Keys), Zac (Trumpet), Jess (Bass) und Brett (Drums). Lässt das leicht trashige Coverartwork noch etwas zögern zu, ist die Musik von The Topladys auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum zweifelsfrei durchaus etwas ziemlich standfestes. Schon der Anfang, den The Topladys mit Once Alienated ablegen, könnte man folgendermaßen Beschreiben ,,Nirvana meets Joy Division via Lou Reed” der Grungesound der Nummer könnte wahrlich von einer gewissen Legende aus Seattle stammen. Der einzige Unterschied ist hierbei ist, das der Gesang von Frontmann und Gitarrist Richard sowohl von Joy Division als auch anderen Dark Rock Legenden stammen könnte und mit der Trompete von Mitglied Zac an manchen Stellen für die Gewisse Abgrenzung gesorgt wird. Wer schon immer wissen wollte, wie ein Mash Up von Nirvana, TSOM und Joy Divison klingen würde, der hat hier auf jeden Fall eine mögliche Antwort. Strange Desires macht dies abermals überdeutlich, mit tiefgestimmten Grungegitarren unterlegt, wird der Mid-Tempo Song im Verse fast schon ein wenig zur Mischung aus Punk/Grunge und Post-Rock. Im Refrain entfachen The Topladys hier ihre volle Energie. Mit cleanen Gitarren begrüßt euch der Song Justified bei dem vor allem der Gesang zum Stechen kommt. Immer noch einfach mal nach etwas anderes, kommen die kurzen Einsätze der Trompete. Bassisten und Gitarristen schaffen auf der ganzen Scheibe trotz gelegentlicher Eingängigkeit die Musik und vor allem den Sänger zum Tragen zu bringen. So glänzt am meisten in der zweiten Hälfte der Titel Justified am meisten, musikalisch hierbei am ausgefeiltesten? Die Trompete! Diese ist am Anfang von Meditations erstmals direkt zu hören und wirkt im Duett so, als würde man hier einen Mafioso-Clan besingen, da dies hier Jazz-inspirierte Mucke ist. Auch mit den verzerrten Gitarren, wirkt die Nummer echt Dark und Classy. Vom Riffing gesehen, erinnert dieser Titel an die Bombast-Bands der 1970er Jahre und mit seinen sieben Minuten Spielzeit, wirkt der Track teilweise wie eine spontane Free Jazz Jamsession, zu der sich einfach mal so eine Heavy Rock Band gesellt hat. Doch dies ist keineswegs schlecht! Im Gegenteil, es zeigt die Verspieltheit von The Topladys und die Kreative Muse der Band wird einwandfrei wiedergegeben.

Wie könnte Grunge mit einer Rock ‘n Roll Tabulatur klingen? Envy ist der nächste Song, der diese Antwort widergibt und ebenso aus dem wilden Westen stammen könnte. Habe ich diesen Gedanken schon direkt beim ersten Hören des Songs und seinem Anfang gehabt, kommt auch noch die Bestätigung durch den Einsatz der Mundharmonika aus den Boxen. Was wirklich wie eine Grunge Produktion zu Anfang geklungen hat, wird hier ein klassischer Rock ‘n Roller im Grunge Sound. Jetzt muss ich der Band fast schon den Stempel Innovativ geben! Auch das Arrangement und die lyrische Qualität brauchen sich vor einer Bewertung nicht zu fürchten, denn sie sind ebenfalls hier wieder in Topform. Eingängig? Ja, aber Langweilig? Nein! Cinema ist ganz großes Kino, mit einfachen Mitteln wird hier auf vier Minuten ein ziemlich guter Song dargeboten der folgendes direkt Aufzeigt: in der Begleitung, Akustikgitarre macht Frontmann Richard mit seiner schönen düsteren Stimme, eine sehr gute Figur und zeigt durch diesen ruhigen Song das Talent des Sängers und der Band. Dies ist auch bei dem nächsten Song Butterflies der Fall, dessen Anfang man rein vom Soundtechnischen Standpunkt fast für ein unveröffentlichtes Stück von Kurt Cobain und co. halten könnte. Etwas schermütig ist dieser Anfang, der dann ab 2 Minuten schießmichtod dann doch sich urplötzlich aufbaut und die gesamte Band zum Zuge kommt. Für eine Einleitung war dies einfach zu lang. Nachdem der Song sich aufgebaut hat, bauen The Topladys noch eine fast schon Goth-lastige Soundkulisse ein. Nennt man den Sound der Topladys eigentlich Dark Grunge oder Goth Grunge? wäre vielleicht mal eine Überlegung wert, da dies stellenweise wirklich so klingt. Hell ist im Kontrast zur vorherigen Nummer wieder etwas zügiger und ein grundsolider Rocker, der vor allem zum Anfang und im Refrain ordentlich aus den Boxen schnellt. Ein wenig erinnert diese Nummer an eine etwas finistere Version von The White Stripes oder The Hives. Dies liegt nicht nur an dem düsteren Gesang, sondern irgendwie auch an der Stimmung der Gitarren. The Topladys sind talentierte Jungs, die in ihre Musik eine ordentliche Portion Individualität stecken und sich keinem der genannten Genres zu einhundertprozent zuordnen lassen, dafür aber eins ganz gut können, ROCKEN WIE SAU. Ein Beispiel hierfür ist auch Same Old Things, das fast gänzlich nur mit leichten Chorusgitarren unterlegt ist. Verzerrte Stormgitarren sucht man bei der siebenminütigen Nummer vergebens. Songwriterisches und musikalisches Talent findet man jedoch sofort. Auch wenn dies Klischeebehaftet zum Titel passt, aber Spider ist jetzt wirklich irgendwie Goth as Fuck. Die Keyboardsphären sorgen für diesen Eindruck. Zwischen einer großartigen Soundwall und musikalischem Minimalismus, wechselt sich die Nummer ab. Erst gegen Ende baut sich zu diesem Song das Schlagzeug auf. Fast harmonisch fröhlich geben The Topladys mit There You Are, der Song ist akustisch und im Kontrast zu den anderen Titeln recht fröhlich gehalten. Zum Grande Finale zeigen The Topladys, dass sie auch als Unplugged Band wunderbar funktionieren und legen ein rundum gutes Debütalbum ab.

Fazit 8 von 10: Mit ganz wenigen Abstrichen muss man The Topladys eines vorweg gesagt lassen. Wenn sie auch das Rad nicht neu erfinden, haben sie wenigstens eine sehr rare stilistische Mischung erschaffen, die jedem Fan von Grunge, Post Rock, Alternative mehr als gefallen wird. Wer dies noch nicht getan hat, kann sich via obenstehenden Player das Album dank Youtube Music legal anhören! Da Werbegestützt, unterstützt ihr damit sogar noch die Band, sie haben es definitiv verdient. The Topladys und vor allem ihr gleichnamiges Debütalbum, sind definitiv ein garant für instant Replay! – Super!

The Topladys im Internet

The Topladys bei Facebook:
https://www.facebook.com/thetopladys/

The Topladys bei Bandcamp:
https://thetopladys.bandcamp.com/

The Topladys bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/the-topladys/1470438395

The Topladys bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/5xBrRbgksTFjdRT32Z5cX8

The Topladys bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/68562702

 

Reviews

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *