Das US amerikanische Label XENOKORP Records ist bekannt für seine hervorragende Auswahl, was extremen Metal anbelangt und so ist auch AD PATRES abermals eine technisch einwandfreie Produktion, die sich sowohl durch musikalisches Können, als auch durch eine gute und druckvolle Produktion behaupten kann. Irgendwann im Jahr 2010 gegründet, zeichnen sich AD PATRES vor allem durch eine kompromisslose Produktion aus, die sich allen gegenwärtigen Trends in der Metalszene widersetzt. Eine Kostprobe hierzu, um zu erahnen was wir meinen gibt der oben befindliche Audioplayer oder nach das Musikvideo zu dem eigentlichen Opener, der nach einem Intro das sich wohl mit der extremen Form der Psychotherapie befasst aus den Boxen dringt. 

Wer sich das Video reingezogen hat, dem wird wohl klar sein, wo die Reise hier hingehen soll. AD PATRES können schon mit dem Opener Mechanical Enlightment durch technisch guten Death Metal überzeugen, der genau das ist, was auf dem Etikett steht. Hierbei werden die Traditionen des Genres bewahrt und in Würde gehalten und ein Song abgelegt, der prompt zu Beginn des neuen Albums A Brief Introduction Of Human Experiments zu gefallen und zu überzeugen weiß. Mörderische Mucke eben, bei der die Musiker sich direkt in Topform präsentieren. Die beiden Gitarristen Pierre-Yves Marani Olivier Bousquet beherrschen ihre Instrumente im FF und bilden zusammen mit Bassist Arnaud Pecoste und Drummer Alsvid die musikalische Einheit die es braucht um ehrlichen und geraden Death Metal zu erschaffen. Sprachrohr Axel Doussaud passt mit seinem Genretypischen Gesang perfekt zur Truppe und so kann man sich sicher sein, das sie ihr Genre um eine weitere, grundanständige Band bereichern. Dies stellen sie auf allen 8 Titeln des Albums grandios unter Beweis und wo der Opener schon mit ordentlichen Einlagen punkten konnte, geht es mit The Disappearance of I gradlinig und rabiat weiter. Doublebass Drums, sägende Gitarrenriffs, druckvolle Bässe und spielerische Variation, die sich fast schon wie ein komplizierter Bauplan anhören, den die Band locker meistert und somit ein perfektes Songwerk ausmacht. Wem das noch nicht Anspruchsvoll genug ist, für den zaubern die beiden Guitar Heros der Band auch gerne nochmal ein Solo heraus, das zwar nicht zu dem spektakulärsten seiner Art gehört, aber seine Wirkung dennoch nicht verfehlt. Natürlich könnte man nun weiter Plaudern, wie geil und brutal und speedy doch der nächste Genickzwirbler mit dem Titel Led By Flesh ist, aber der Rezensent hält jetzt mal seine Fresse und zeigt euch stattdessen lieber das Video dazu:

Wenn ihr noch da seid und nicht schon Verletzungen in eurer Halswirbelsäule erlitten habt, geht es jetzt direkt mit Track Nummer 4 weiter, der den Titel Symbiosick trägt. AD PATRES geben sich hier zunächst etwas minimalistisch (abseits der Drums) verfallen aber ganz schnell in bekannte Muster. Ab gut eineinhalb Minuten, geben sie dem Speed-Headbanger aber auch mal eine Verschnaufpause und verfallen in mittleres Tempo, bevor ein weiteres Gitarrensolo aus den Zeiten gezerrt wird, das sämtliche Soli auf den vorherigen Tracks übertrifft, auch wenn es nur von kurzer Dauer ist und AD PATRES wieder mächtig aufs Schnitzel Kloppen. Auch Verse Void überzeugt direkt beim ersten Durchlauf mit seiner geballten Power und dem musikalisch hohen Anspruch, den AD PATRES seit Beginn an an ihre Songs haben. Zum nächsten Akt Spellbound, haben AD PATRES auch gleich ein lyricvideo spendiert das mehr aussagt als Tausend-Rezensions-Worte. Also Ohren Auf, Augen Auf und Play drücken:

Auch hier haben AD PATRES wie man hören und sehen kann, ein abartig geiles extreme Metal Feuer gelegt, das es in sich hat. Natürlich holt die Band nicht immer die melodiösesten Riffs aus ihren Instrumenten und selbstverständlich darf hier kein Riffschleudern erwartet werden, wie man es nur von Prog Rockern oder eine Jazz Band kennt. Aber wer auf ehrlichen, brutalen, trotzdem Anspruchsvollen Death Metal steht, der wird hier sicher nicht enttäuscht sein. Dies beweisen auch die beiden letzten Stücke Enclosing Terror und der Abschluss The Floating Point bei dessen Einleitung AD PATRES sich erstaunlich langsam, aber nicht langatmig geben. Natürlich fehlen auch hier die obligaten Double Bass Drums sind, aber musikalisch genügt diese Einleitung höchsten Ansprüchen, wie es der Death Metalhead nur braucht um für seine nächste Headbang Gehirnerschütterung zu sorgen. Ab 03:30 wird es hier nochmal geiler, zu ohnehin schon komplizierter Verschachtlung des Tracks, kommt (für AD PATRES typisch) ein kurzes Gitarrensolo zur Geltung. Das Death Metal Geschwader kann auch bei dem letzten Albumtrack überzeugen und gibt nochmal alles. 

 

Fazit 9 von 10 : Auch mit AD PATRES und ihrem aktuellen Album A Brief Introduction to Human Experiments haben XENOCORP RECORDS bewiesen, das sie ein Händchen für guten Death Metal haben. Fans des ehrlichen, brutalen und Anspruchsvollen Extreme Metal sollten sich den Namen der Truppe unbedingt merken, oben auf Play drücken und die Scheibe (kostenlos) anhören und die unten angefügten Links besuchen

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