Starten wir die neue Rezensionswoche hier auf She Wolf mal mit einer ordentlichen Mischung aus Black Metal und einem ebenso düsterem Kaffee! Moment Mischung? Das ist doch ein einziger Release? Ja natürlich! Aber es handelt sich um einen Splitt Release und zwar zum einen mit Titeln von Albanach ar Dheis aus Kanada und zum anderen mit drei Titeln von Nihtwintre aus Seattle (USA) Die Songs von letzterem Projekt, könnt ihr euch übrigens über den oberhalb der jeweiligen Review befindlichen Player reinpfeifen! Die EP ist folgendermaßen aufgeteilt: Auf Seite 1 gibt euch Albanach ar Dheis die Ehre, auf Seite 2 ist das Podium dann Nihtwintre vorbehalten. Eins sei vorweg gesagt, richtig geiler, traditioneller Black Metal, entsprechendes Mixing und Mastering inklusive. 

Kapitel 1 – Albanach ar Dheis

Der erste Titel auf der Split ep ist von Albanach ar Dheis und trägt den Namen Mons Grapius. Was Albanach Ar Dheis da abliefern, ist doch schon eine ordentliche Black Metal Nummer. Eingeleitet von stürmischen Leadgitarren, die mit bedrohlichen düsteren Synth-Klängen unterlegt sind, stampft auch schon kurz drauf der Drummer drauf los und legt somit das Fundament für ein musikalisches Geschöpf, das sich langsam aber sicher aufbaut. Eins ist sicher Albanach Ar Dheis machen ihrem Genre alle Ehre, auch wenn die Lead Gitarre teilweise ein wenig anstrengend werden kann. Was sich jedoch hinter diesem Song verbirgt, ist ein Black Metal Song, der dieses Genre zu voller Gänze repräsentiert und mit seinem fast schon progressiv, aufwändigen Aufbau richtig Spannung aufkommen lässt. Natürlich revolutionieren Albanach Ar Dheis den Black Metal nicht, aber sie würdigen ihm auf unglaublich gute Art und weiße. So ist alleine schon dieser Song abwechslungsreich, ja fast schon progressiv aufgebaut, sodass man sich gespannt fragt, was kommt als nächstes auf einem zu? Sowohl gesanglich, als auch musikalisch machen Albanach Ar Dheis einen guten Job an dem es nichts auszusetzen gibt. Auch bei dem zweiten Titel Caledonia  halten Albanach Ar Dheis was sie großtönig auf dem ersten Titel versprochen haben. Nach einem kurzen Einstieg im 3/4 Takt, wandelt sich der Takt in solides 2/4 bzw. 4/4 um und haut in schneller Geschwindigkeit ein Gewitter aus den Boxen, das es sich gewaschen hat. Hier gibt die kanadische Band sich sogar noch fingerfertiger und talentierter, als auf dem ersten Song. Im Verse wird das Tempo in etwa halbiert und los und Bassist, sowie Gitarrist geben Spiralriffs vom feinsten zu Besten. Kleine Elemente, wie unheilvolle Glockenklänge und darke Synthesizer Flächen sind hier noch die Prise Extrawürze, die den Song zwar nicht alleine besonders machen, denn das tun die anderen Elemente schon zu genüge, sie geben ihm aber noch ein wenig mehr zu entdecken und machen den Song noch spannender. Überraschend ist ab 4 Minuten und 30 Sekunden der Einsatz von Akustikgitarren, der ziemlich unverhersehbar kam. Nachdem sich zur Akustikgitarre, Flötensounds und Synthesizern dann wieder ein kurzes Gitarrensolo, das die Triolen betont hinzugesellt hat, könnte man meinen Albanach Ar Dheis gehen wieder mächtig zur Sache, doch nein! Die Flöte geht in den Lead Part über. Einziger Kritikpunkt hierbei: Das Leadgitarre kann teilweise wirklich in den Ohren schmerzen. Dies ist jedoch nur von kurzer Dauer, wenn die Akustikgitarre, wieder eine Stormgitarre weichen muss, aus der ein Powerakkord Sturm geschleudert wird, der nur gutes Verheißt. Gegen Ende fällt der Song zurück in sein Anfangsmuster und gibt sich so sehr progressiv. Mit einem leisen Spiel im Hintergrund verabschieden Sich Albanach Ar Dheis auf dieser Veröffentlichung und – 

Fazit 9 von 10 : Haben hier ehrlichen, kompromisslosen und wirklich guten Black Metal präsentiert, der die Traditionen des Genres huldigt und dabei aber nicht wirkt, wie ein Aufguss eines Aufgusses einer von vielen Black Metal Bands, die krampfhaft die Norweger kopieren möchten. Schwarzmetaller haben schon hier einen Kaufgrund und unsere wärmste Empfehlung! 

Weiter geht es mit der zweiten Band in diesem Review:

Kapitel 2 –Nihtwintre

Mit gleich drei Titeln ist das nächste Projekt Nightwintre auf dieser Veröffentlichung vertreten. Zunächst muss hier für Korrektur gesorgt werden, denn Nightwintre ist eigentlich keine Band, sondern ein Soloprojekt eines Typen, der sich Vælfáhlic nennt und das im Jahr 2014 seinen Ursprung fand.  Nightwraith of the Wintercrypt ist der erste Titel den man auf dieser Veröffentlichung geboten bekommt und was man mit diesem Titel geboten bekommt, ist nichts anderes als “improvisierter” Black Metal, der sich thematisch mit Urzeitlichen bösen Mächten, schwarzer Magie und dem bevorstehenden Tod der Natur befasst. Zunächst im langsamen Tempo einlaufend, handelt es sich auch hierbei soundtechnisch um puren Black Metal, der zunächst etwas Eingängig aus den Boxen tönt, jedoch nach gut einer Minute an Kraft und Fahrt gewinnt. Nightwintre’s Gesang ist ebenso wie bei seinen Kollegen von absolut Genretypischer, guter Qualität und die speilerische Variation ist auch bei Nightwintre deutlich gegeben. Zwar ist dieser Song mit seinem “Downfall-Riffing” nicht unbedingt der musikalisch komplexeste, aber getreu dem Motto: Spielerische Überkomplexität ist auch nicht alles, kann auch dieser Song, der zügig aus den Boxen kommt überzeugen. Der zweite Titel auf von Nihtwintres Hälfte, toppt den ersten sogar um Längen. Nach einem Fade-In, bekommen wir erstmal ein ordentliches Gitarrensolo geboten, bis die Drums wie eine UZI aus den Lautsprechern tönt. Necromancer der zweite Titel dieses Künstlers, fällt vor allem durch seine Stärke und Kraft auf, die er ausstrahlt. Musikalisch ist auch hier ordentlicher Black Metal geboten, der sich jedoch leider etwas langatmig aus den Boxen kommt, im großen und ganzen jedoch überzeugen kann. Der schaurige Black Metal Albtraum von Nightwintre geht auf dem nächsten Titel The Withering Grove direkt weiter. Doublebass Drums und anständige Riffs inklusive. Leider ist jedoch jedes Lied ähnlich aufgebaut und so ist man einerseits von dem Alptraumhaft-schönen Black Metal begeistert, andererseits vermisst man hier etwas die Variation, die noch auf Seite eins bei den Kanadiern von Albanach Ar Dheis spürbar war. Gegen Ende wird noch ein bedrückendes Pianospiel dargeboten, das die Platte beendet.

Fazit 7 von 10 : Dies macht jedoch keinen Zweifel daran, das auch Nightwintre durchaus seine Qualitäten hat! Über obenstehenden Player, könnt ihr euch übrigens seine Songs anhören und euch euer eigenes Urteil bilden. So ein Review ist stets subjektiv und die Meinung des Rezensenten, muss nicht zwangsläufig die des Konsumenten sein! Sie soll lediglich als Orientierung dienen und so kommen wir zur Gesamtwertung

Gesamtfazit: 8,5 von 10 : Eine durch und durch gute Black Metal Scheibe, die uns Epicurus Records hier spendiert hat, die sich Fans des Black Metal unbedingt mal anhören sollten. 

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu 

Internet:

Nihtwintre
https://nihtwintre.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/nihtwintre/

Albanach ar Dheis
https://albanachardheis.bandcamp.com
https://www.facebook.com/Albanachardheis/

Epicurus Records
https://www.facebook.com/EpicurusRecords/ 

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