Heute mal eine durch die Bank weg erfrischende futuristische Produktion aus dem Hause Dr. Music Records. Ab 07. Juni werden Metalfans und Cyberpunks zusammen den Moshpit unsicher machen und dies passiert durch eine außerordentlich genial umgesetzte Fusion aus elektronischen Synthesizern und einer ordentlichen Rezeptur aus Techical Metal. Gerade frisch neugegründet und alles auf Reboot setzend, wagen ASCEND THE HOLLOW den musikalischen Neuanfang und bilden nun eine Allianz, deren Mitgleider sowohl in Berlin, Amsterdam und Dublin ansässig sind. Diese Mitgleider sind: RAVEN (guitars, programming), GEF (guitars, programming), M-NOISE (vox, lyrics) und DAVEC (bass) die ein Album erschaffen haben, das sowohl progressiv ist, als auch durch ein Interessantes Soundkonzept aufzufallen weiß. 

Den musikalischen Anfang macht das spannende Prelude des ersten Titels Polaris Calling. Zunächst ein düsteres, Ambient-Synthesizer spiel, das einem fast schon in Trance versetzt, da es den Hörer in seinen Bann zieht, Ballert ohne Vorwarnung, ab einem kurzen Augenblick die Band los. Hier wird deutlich eins dargeboten: Extremer Metal, der von Double Bass Drums und harten Gitarren eine Soundwall in den Raum schmettert, die es in sich hat. Der Wechsel zwischen schönen weiblichen Gesangspassagen und Male Lead Growls, steht ASCEND THE HOLLOW sehr gut. Der elektronische Teil in ihren Songs, ist weder dominant, noch sparsam, sondern genau richtig. Hier runden electro Synthesizer Klänge das Gesamtkonzept ab und es wird einem sofort klar, was die Band mit Cyber Metal meint. Es wirkt in der Tat so, als habe eine Extreme Metal Band sich eben mal schnell bei einer future rock Band bedient und denen die Musiker geklaut, doch ist das Schlecht? NEIN! Und ist das noch Metal? JA! Und zwar die harte Form, wie eingefleischte prog Deather sie sich nur wünschen können! Hierbei macht auch der zweite Track Vessels keine Ausnahme und stellt auch unter Beweis, das Drummer, Gitarristen und Sänger passionierte Musiker sind, die nicht nur durch spielerische Raffinesse, sondern auch durch ausgearbeitete Songideen überzeugen können. Manchmal wirkt das vorliegende Songmaterial ein wenig konfus aber – Stopp! Das Ding hat Prog Metal Einflüsse, da passt es wieder. Trotz der innovativ ausgearbeiteten Song-Ideen, sind ASCEND THE HOLLOW nicht Müde, den Tracks eine ordentliche Portion Soundvariation (bemerkbar an den Synths) zuzufügen und erschaffen somit ein Full-Length Album, das weder belanglos dahinplätschert, sondern tatsächlich spaß macht immer wieder angehört zu werden. Man ist schon direkt gespannt, welche Überraschung ASCEND THE HOLLOW als nächstes aus dem Hi-Fi System schleudern. 


Denn genau diese Überraschung präsentieren sie auch direkt mit der Einleitung des nächsten Titels Mother Of Mortaly, bei dem der progressive Anteil direkt zu Beginn mehr als überdeutlich wird. Auch hier ist ein Heavy Cyber Death gewitter im Mid-Tempo entstanden, der wenn er auch nicht ganz so stark wirkt wie seine beiden Vorgänger,  sich aber ebenfalls unsterblich macht, da ASCEND THE HOLLOW auch hier wieder durch Ambition glänzen. Auch Sea Of Crisis ist da keine Ausnahme! Der nächste Titel auf dem Album wurde im Feature mit Jon How kreiert und kann durch die Bandbreite an umgesetzten Ideen ebenfalls die Ohren öffnen. Ein wenig erinnert das ganze an Static X nur das hier nicht Wayne Static am Mikrofon ist, es sich nicht um eine Evil Disco Produktion handelt und das ganze doch wesentlich brutaler, metallastiger und spielerisch Anspruchsvoller zugeht.

Eine kurze Verschnaufpause gönnen euch ASCEND THE HOLLOW jedoch auch. Denn der kurze Song Into The Black Eye dreht das Soundrezept kurzerhand um und bildet somit das Bindeglied zwischen der ersten Hälfte und der zweiten Hälfte von Echoes Of Existence . Bevor es wieder brachial weitergeht, stehen hier elektronische Klangelemente im Vordergrund, wobei Gitarren nur als eine Art Betonungselement fungieren. Weiter geht es mit dem langsamen, aber schweren und harten The Dark Rage, dessen Titel Programm ist. Man könnte hier natürlich jetzt bereits niedergeschriebenes wieder und wiederholen, denn auch hier kommt bereits erwähntes zum Einsatz, das sich lediglich durch interessante Riffs und Melodien abhebt. Doublebass Drums? Sind drin!, harte Gitarren? Zu Genüge! Extremer Metal eben, wie ihn der moderne Headbanger eben liebt. Auch das darauffolgende Swarms Within führt diese Linie gekonnt fort ohne dabei zu langweilen. Auch Prisoners Of The Stone verursacht bei mir keinerlei Ermüdungserscheinungen und lässt eher die Bestätigung aufkommen, das nicht nur musikalisch mit großer Sorgfalt gearbeitet wurde, sondern auch Produktionstechnisch. Ob Repeat Rewind Reset wohl eine subtile Aufforderung ist? Denn genauso kommt es einem vor, wenn man das ganze Album in betracht zieht. ASCEND THE HOLLOW haben auch hier wieder ein electro technical death Nummer auf dem Plan, das wie auch die Vorgänger direkt beim anhören aufmerksam lässt, was wohl an der nächsten Ecke auf ihn lauert. C3lls ertönt zum Finale nochmal ruhig und ist wohl eher als Outro zu verstehen, das ASCEND THE HOLLOW von ihrer sanften, aber immernoch musikalisch ausgewogenen Seite zeigt.

Fazit 9 von 10 : ASCEND THE HOLLOW sind nicht wie man vermutet eine dieser übertriebenen ,,Ich Mixe Techno mit Metal” Bands, sondern sind zu 70 Prozent Metal (nämlich progressive, technical death metal) und zu 30 Prozent in den synth Elementen Electro und wirken somit erfrischend und futuristisch. Sie sind mehr dem Metal verbunden, das auch traditionelle Fans des anspruchsvollen, extremen prog. tech metal auf ihre Kosten kommen und Genickverletzungen durch Headbangorgieen vorprogrammiert sind. Wer auf Progressive Tech Metal steht, der sollte sich den 07. Juni unbedingt im Kalender notieren, denn dann erscheint das neue Album Echoes Of Existence international via Dr. Music Records

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Internet:

ASCEND THE HOLLOW – Offizielle Webseite:

https://ascendthehollow.com/

ASCEND THE HOLLOW bei Facebook:

https://www.facebook.com/pg/ascendthehollow

ASCEND THE HOLLOW Künstlerprofil bei Dr Music:

https://www.dr-music-promotion.de/?page_id=12574

 

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