Rustikal und dennoch erfrischend geht es auf Crossing Willow Creek dem neuen Album des Folk Rock / Country Musikers Bill Abernathy zu. Der Musiker, Gitarrist und Sänger aus Kansas City ist zwar schon etwas Älter, gehört aber nicht zum alten Eisen, was er auf seinem neuen Album eindeutig beweist. Auf Crossing Willow Creek kombiniert Bill Abernathy eine Mischung aus Folk-Rock, Country und Americana und lässt in seine Musik seine eigenen Erfahrungen, die er im Leben gesammelt hat einfließen. Mit den ersten Tönen der Platte und somit dem Titel Can’t Go Back, gibt er bereits einen sehr guten Einblick in sein musikalisches Reich. Akustische Steelgitarren, druckvolle Bässe und straighte Drums, bilden das musikalische Fundament, das durch die Melodien, Gesang und die Lyrics seinen wuchtigen Aufbau erhält. Musikalisch wird hier talentbehafteter Akustik-Rock geboten, der mit einer derartigen Lässigkeit aus den Boxen kommt, dass man direkt anerkennen muss, das Billy ein talentierter Vollblutmusiker ist. Auch Rockballaden wie Changes kommen sehr gut rüber. Was zunächst mit einem Piano den Hörer empfängt, wechselt im Refrain zur Stromgitarre, Rockorgel (im Hintergrund) und somit zu einer richtigen Rockballade, die druckvoll aus den Boxen kommt. Ein wenig könnte man Bill Abernathy hier als amerikanischer Westernhagen bezeichnen. Tatsächlich kommen bei der anspruchsvollen Musik soviele Instrumente, Melodien und Arrangements zum Einsatz, das man merkt, das hier nichts dem Zufall überlassen wurde.

Die Songs von Bill Abernathy schreiben aus dem Leben und behandeln Themen, zu denen wir alle wohl den ein oder anderen ganz persönlichen Bezug haben. So ist das rockige, zügige  Cry Wolf ein metaphorischer Song, der sich als sozialkritischer Rocker entpuppt und bei dem die feinsten Riffs aus Rhythmus und Leadgitarren entlockt werden, Meant To Be ein schönes Ensemble aus Akustikgitarren und Gesang und so ist dies eine Ballade wie sie im Buche steht, wenngleich die Instrumentalisierung minimalistisch erscheint, so ist an der Gesangs- und Melodieenfront mal wieder das Beste rausgeholt worden. Der Titelsong Willow Creek, kommt mit mehrstimmigen Gitarren aus den Boxen und zeigt sich magisch. Dieser Song besteht weitgehend aus einer Instrumentierung, die sich auf Bassgitarre, Drums und Rhythmus-, sowie Leadgitarre zusammensetzt und lyrisch sowohl gesanglich der Güte Klasse A entspricht. Der blueslastige Whiskey Road ist ebenfalls ein leidenschaftlicher Rocker, der nicht zu Hart und auch nicht zu Soft aus den Boxen kommt und hier ebenfalls als Anspieltipp genannt werden darf, Bill beweist auch hier wieder, was für ein talentierter Gitarrist und Sänger er ist. Loves In Vain, Any Port In A Storm und das abschließende Icarus Ascending sind weitere ruhige und fabelhaft umgesetzte Stücke, die im Kontrast zu den zügigeren White Knight oder Yuppie Blues stehen. 

Fazit: 9 von 10 Bill Abernathy schafft es sich stets treu zu bleiben. Die Songs haben jeweils einen ähnlichen Spirit, so ist es aber der Gesamtsound und die Wahl der einzelnen Komponenten, die jeden Einzelnen Song einmalig machen und somit bietet diese Country Rock bzw. Folk Rock Scheibe hohes Wiederhör und Wiedererkennungspotential. Ein wenig hat er was von Meat Loaf, die Produktion SCHEINT zwar keine tausende Dollar Teuer gewesen zu sein, aber hier ist ein geniales Album abgeliefert worden von einem Cowboy, der genau weiß, was er tut und will und ein echtes Talent ist. She Wolf spricht klare Empfehlung aus!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Bill Abernathy im Netz

Bill Abernathy’s offizielle Webseite:
http://www.billabernathy.com

Bill Abernathy bei Facebook:
https://www.facebook.com/billabernathysingersongwriter/

Bill Abernathy bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/bill-abernathy/466035386

Bill Abernathy bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/album/4ZyeucH7iBLIQ9WFqVUKzX

Bill Abernathy bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/5067018

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