Der chilenische Gitarrist und Songwriter Carlos Boza ist ein musikalischer Guru, der mit seinem Album Cosmic Instinct sein eigenen musikalischen Universum erschaffen hat, bei denen er den allgegenwärtigen Trends in der Rockszene strotzt und strickt sein eigenes Ding macht. Als instrumentales Rockalbum der härteren Gangart Konzipiert, trägt seine neueste Langspielplatte Cosmic Instinct davon Zeugnis, das hier ein wahrer Guitarhero die Finger über seine Stromgitarre gleiten lässt. Mit 20 Jahren musikalischer Erfahrung, ist dies zwar nicht immer verwunderlich, aber es lässt definitiv keinen Zweifel darüber, das man Carlos Boza, der musikalisch sich in den Genres, Latin-Jazz, Classic Rock and Metal sowie traditioneller Musik bewegt, sein musikalisches Talent auf Comsic Instinxt mehr als anhört.

Gesang wird auf Cosmic Instinct keiner dargeboten, die Mischung aus Heavy Metal bzw. Heavy Rock und einigen experimentellen Elementen, kommt gänzlich ohne menschliche Stimmen aus. Den Anfang macht der Track Dark Stillness der mit seiner Soundkulisse aus schwermütigen Gitarren, jaulenden Leads, schwerfällig stampfenden Drums zum Anfang direkt aufzeigen, wo der Weg hinführt. Auf knapp vier Minuten zeigt Carlos Boza bereits anfänglich, das er nicht nur ein fähiger Gitarrist, sondern auch ein fabelhafter Songwriter ist, was sich durch das Composing aus höchster Sorgfalt auszeichnet. Die Leadgitarre haut ein Solo nach dem anderen heraus und während man diesen mit offen stehendem Mund lauscht, wird hier und dort mal die BPM Zahl der Drums kurzerhand und effektiv verdoppelt. Man merkt Carlos Boza direkt an, das seine Sprache Musik ist und er keine Worte braucht, weil er die Story auf seine Art erzählt, über sein Instrument. Erstaunlich ruhig und dafür mit viel Gefühl leitet, das zweite Stück Pandoras Dream ein, das zunächst aus einer cleanen Rhythmusgitarre und leicht verzerrter Stromgitarre im Lead agiert, bis nach einem Break an langsamer Rocker dargeboten wird, bei dem sich Gitarrenmeister Carlos Boza erneut mächtig ins Zeug legt. Mein Spekulatius ist dabei jedoch, das er dies gar nicht muss, da er ein absolutes Talent ist, das auf dem ganzen Album Cosmic Instinct ein Brett nach dem anderen Abliefert. Aber hier wäre direkt die öffentliche Darbietung, das Carlos Boza selbst bei gedrosseltem Tempo nichts von seiner Stärke einbüßt, wenn der Song zwischendrin auch mal schnell dramaturgisch schneller wird und der Sound nur so nach den Ohren des Headbangers lechzt. Ein erneutes kompositorisches Masterpiece ist auch der dritte Track Quasar, der nicht nur durch seine leidenschaftlichen, energischen Gitarren, sondern auch durch leichte elektronische Elemente besonders am Anfang und gen Ende auffällt und etwas von gutem Industrial metal hat, ohne dabei sich allzuweit vom traditionellem Heavy Metal-Sound zu entfernen. Ebenfalls von der langsamen, leidenschaftlich-ruhigen Seite sind die ersten Augenblicke von The Boy Is Gone, natürlich wäre dies nicht Carlos Boza wenn es nicht wieder erheblich und kompromisslos Heavy as Hell werden würde und uns auch hier ein Gitarrensolo und Killerlick erwarten würde, das auch hier keine Ermüdungserscheinungen zulässt. Wer glaubt das es sich soundtechnisch bei Pulsar um eine Fortsetzung von Quasar handelt, der wird schnell eines besseren belehrt. Sobald man den Track nämlich anlaufen lässt, könnte man entweder meinen, man ist auf einem Surf-Event oder aber auf einem Ralley Durbey, so klingt die Rhythmusgitarre der ersten Augenblicke des Songs nämlich für die Wenigkeit des Rezensenten. Damit ist aber nach einer Minute und zehn Sekunden schluss und Carlos Boza geht wieder aus einem Arrangement kräftiger Bässe, zügigen Drums und erneut leidenschaftlichen Gitarrensolos in sein gewohntes Muster. Hier fallen einem gar leichte Blues-Einflüsse auf. Erstmals menschliche Stimmen hört man auf der kurzen, etwas über einminütigen Ballade Sunny Garden Elegy, bei der Carlos Boza mit einer Sängerin zusammenarbeitet und lediglich Akustikgitarre spielt. Der Song sorgt für ein wenig Auflockerung, ehe es mit My Sunny Garden in die nächste Runde geht. Carlos Boza fängt diesen Song ähnlich ruhig an und empfängt den Hörer mit einem Pianoriff und zunächst leichter, aber dennoch hervorragender musikalischer Kost, die dann, wenn auch musikalisch konstant auf hohem Level, immer Heavyer wird, aber keineswegs schwer im Magen liegt. Als fast schon progressiv könnte man dieses Arrangement bezeichnen, bei dem Carlos Boza selbstverständlich die Qualität der vorherigen Tracks locker halten kann. Bei Rupture ist der Name Programm, der Heavy Track erscheint zunächst mit komplexem Drumming und einer gewohnt druckvollen Klangkulisse, bei der Carlos Boza mal wieder das beste aus seinen songwritertechnischen und musikalischen Fähigkeiten rausholt. So ist Rupture ein konstanter Kanon aus eingängiger Leichtigkeit und erdrückender Heavyness. Tieftönig und Heavy as Fuck geht es zum krönenden Abschluss der Platte mit Tour Ship in den Endspurt. Carlos Boza hat hier ein Heavy Heavy Stück erschaffen, das den Abschluss des Albums zeigt, wenn er jedoch aber irgendwie an die vorhergehenden Stücke nicht anknüpft.

Fazit 10 von 10: Carlos Boza ist ein musikalisches Talent, das mit seinen Instrumenten nur so zu verschmelzen scheint und so erschafft er mit Cosmic Instinct ein hervorragendes Instrumentalalbum, das auch bei mehrmaligem Hören keine Ermüdungserscheinungen aufkommen lässt. Die Essenz von Carlo Boza’s Musik bleibt im Kern zwar die Selbe, aber er schafft das genaue Mittelmaß zwischen Variation und Tradition und erschafft somit ein Album, dessen Titel ähnlich, aber niemals gleich klingen. Für Fans des instrumentalen Heavy Rock und Heavy Metal ist hier ein gutes Album abgelegt worden, das die volle Aufmerksamkeit des Konsumenten verlangt und alles oder nichts fordert. Wir sind jedenfalls von diesem Opus mehr als überzeugt. 

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Carlos Boza im Internet:

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Carlos Boza bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/carlos-boza/1245750482

Carlos Boza bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/0SvXxPdBe1Cyrn1S3AkPMt

 

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