Aus dem Hause XENOKORP Records erreicht den anspruchsvollen Fan des extremen Death Metal mit Human Cattle das Debütalbum der französischen Truppe Disowning. Schon zu Beginn wird klar, das die zweite Veröffentlichung von Disowning nichts für schwache Nerven und nicht für Weichspüldudeler gemacht ist. Das was Jesus “The Butcher” (Lead Vocals), PeB (Gitarre), Jérôme (Gitarre), Adrien (Bass) und Max (Drums) hier aus den Boxen feuern, ist technisch sauberer Death Metal, anspruchsvoll und ausgereift und hart wie ein Amboss der dir in die Fresse fliegt.

 

Von der ersten bis hin zur letzten Sekunde, liefern DISOWNING ein Brett des extremen Metal nach dem anderen ab. Den Hörer erwartet bereits zu Beginn des Openers Ghost Area  ein Death Metal Gewitter, dessen Arrangement zu Beginn an den Metalfan der härteren Gangart packt und gegen die Wand drückt. DISOWNING setzen dabei auf altbewährtes, schaffen es dabei aber aus der Flut an Genretypischen Veröffentlichungen hervorzustechen. Frontmann Jesus  hat seinen Beinamen “The Butcher” wohl mit Sicherheit nicht ohne Grund gewählt, denn er klingt tatsächlich so als würde er am liebsten Fleisch zerhacken – Menschenfleisch. Okay bevor wir hier jetzt in das Klischeehafte abdriften, soll hier angemerkt sein, das seine Growls wie die Faust auf’s Gretchen zur massiven und bombastischen Soundwall passt, dieses Klangkonzept könnte man als Pure extreme Death metal bezeichnen und das Prädikat verdienen DISOWNING zu recht. Manch einer mag behaupten, das man den Tag nicht vor dem Abend loben soll und sicher schnell die Luft raus sein könnte, aber nein! DISOWNING führen die Linie gerade zu weiter. Mit brachial- epischen Tracks wie dem darauffolgenden Battle Of Neverness, führen DISOWNING die Linie des anspruchsvollen Death Metal weiter fort. PeB, Jeróme und Adrien zaubern ein Killerriff nach dem anderen aus ihren Instrumenten und sorgen somit durch das Album hinweg für ein progressives Flair, was durch das energische Double-Bass-Geknüppel des durchaus talentierten Drummers auch hervorragend funktioniert. Another Piece In My Collection ist nicht nur Name des dritten Songs, sondern sollte auch jedem gelten, der auf anspruchsvollen extremen Metal steht, wenn es um die neue DISOWNING Scheibe geht. Auch hier leistet sich die Band keinen Ausfall und Hämmert drauf los. Sänger Jesus ist der Perfekte Mann, der diesem Liedgut seine Stimme leihen kann. Es klingt so als wäre der Leibhaftige persönlich am Mikro, jedenfalls kann man sich den Sänger durchaus als Fürst der Hölle vorstellen. Kurze Melodiöse Ausflüge um eurem Nacken eine Verschnaufpause zu gönnen, bieten DISOWNING ebenso. Melodiöse Gitarrensolos gibt es hier und dort auch zu hören, die dem Album eine gewisse Auflockerung spendieren. Auch Intoxicated by this Illusion, Suffocated by my Walls, oder The Inner Servants Of Chaos  führen die Linie kontinuierlich fort. Das ganze Album ist ein Machwerk direkt aus der Schmiede des unchristlichen Höllenfeuers, das kontinuierlich einen gewissen Standart hält. Hier wird mächtig auf’s Schwein gedroschen. Da macht auch Inner Empiness keine Ausnahme, das mit seinem Geschwindigkeitsrausch die Membran der Lautsprecher so richtig zum Beben bringt. Die oben erwähnte spielerische Variation inklusive. Die hier zum Einsatz kommenden Riffs, sind im Verse etwas eingängig, in der Hook dafür wirken sie wie eine Punchline, die sich kontinuierlich aufbaut Das kurze und präzise Gitarrensolo verpasst dem Song dann schlussendlich doch die nötige Vielschichtigkeit, die es braucht. DISOWNING feuern auf ihrem Album HUMAN CATTLE was das Zeug hält. Alone In The Dark Path besticht abermals durch das DISOWNING an spielerischer Variation, Ideenreichtum, Songwriting und Arrangement zu bieten haben. Auch dieser Song besticht durch seine brilliante Gitarrenarbeit und sein fast schon progressives Arrangement. Der Drummer spielt im Verse mit einer Geschwindigkeit das man sich fragen kann, wo die Band diesen Wahnsinnigen an der Schießbude her hat. In seinem Fach ist er sehr talentiert. Was auch für die übrigen Musiker der Band gilt. Über das Gesamte Album Hinweg, gibt es nicht nur knüppelharte Mucke, sondern auch ordentlich verpackte und perfekt in Szene gesetzte Gitarrensolos, die dem ganzen einen melodiösen Flair verschaffen. 

Als nächstes folgt mit HUMAN CATTLE natürlich der Titeltrack des Albums, der mit gut drei Minuten der kürzeste auf dem Opus darstellt. DISOWNING hauen auch hier wieder mächtig auf die Kacke. Rhythmusgitarren und Bass bilden (auch auf die Gefahr hin der Wiederholung) eine monströse Soundwahl. Die jaulenden Lead Gitarren kommen auch hier dezent zum Einsatz und geben dem Death Metal Salat das nötige Dressing. Der progressive Anstrich des Songs verfehlt auch hier nicht seine Wirkung. Das Gitarrensolo ist einfach episch und auch das Arrangement zeigt die Band von ihrer besten Seite. Die Ruhe vor dem Sturm ist nicht drin und das beweisen DISOWNING direkt mit dem letzten Song The Storm Before The Storm, der genauso heißt, wie er auch klingt. Abermals gibt das Death Metal Untergangskommando DISOWNING sein bestes und es gelingt ihnen!

Fazit: 9 von 10: Mit HUMAN CATTLE haben DISOWNING ein ordentliches Werk erschaffen, das Fans des extremen Death Metal unbedingt auf dem Schirm haben sollten. Die Scheibe macht Spaß und ist ein Headbang Garant. Fans des Extremen Metal können sich somit auf den 12. Juli 2019 freuen. Die Single Battle Of Neverness, welche auch Demoversionen der Songs auf dem Album enthält, könnt ihr euch oben direkt reinziehn!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

 

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