Über das wohlbekannte Metallabel The Artisan Era erscheint am 07 Juni das von Fans lang erwartete Debütalbum Flub der gleichnamigen Band. Fast fünf Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung, einer EP die den Titel Advent dreht, lassen Flub diesen Sommer die Fetzen wieder ordentlich fliegen und schleudern jedem, der seinen Death Metal experimentell mag ein derbes Brett entgegen, das sich gewaschen hat. Sieben Titel sind es, die Flub für ihr erstes ganzheitliches Album im Gepäck haben und bevor wir euch verraten, was die Scheibe der kalifornischen Deather so zu bieten haben, möchten wir euch eine Kostprobe in Form des Videos zu dem Titel Wild Smoke bieten!

Erscheint am 7. Juni 2019, das Debütalbum von Fub

Titelliste:

 1. Last Breath
2. Blossom
3. Umbra Mortis
4. Dream
5. Rise From Your Grave
6. Rebirth
7. Wild Smoke

Wie man schon an diesem Video neben den visuellen Eindrücken die es bietet hören kann, handelt es sich hierbei um waschechten Death Metal mit einem ordentlichen experimentellen Flair. Diese zeigen sich vor allem durch das aufwändige Arrangement und die Synthesizerelemente aus, für die Flub’s Gitarrist Eloy Montes verantwortlich ist. Wer dieses Video zu ende anschaut und vorallem lauscht, der hat schon einen ziemlich festen Eindruck, wo die Reise hingeht. Komplexe Arrangements gepaart mit grandiosem Songwriting und eine Truppe, die den Death Metal im Blut hat. Natürlich hat hierbei nicht nur der eben gezeigte TItel Wild Smoke seine Qualitäten und so scrollen wir mal zurück an den Anfang. Ins Rennen geschickt wird in Runde eins der Titel Last Breath der schon direkt zu Beginn des Albums euch den letzten Atem rauben wird. Nach einem Fade In, das aus einem einzigen Gitarrenfeedback besteht, gehen Flub direkt zur Sache. Direkt auffallend hier ist die Komplexität und verschiedenen, überraschenden Tempiwechsel der Musiker. Gitarrist Eloy Montes und Bassist Matthew Mudd, beweisen nicht nur Fingerfertigkeit, sondern musikalisches Talent. Wer den Song zum ersten mal hört, wird zunächst etwas überrascht sein, da sich der experimentale Anteil der Musik durch die Songs zieht und man durch die teilweise progressiven Arrangements sich ständig mit neuen Überraschungen konfrontiert sieht. Komplexe Tempiwechsel, die von Drummer Jared Klein präzise vorgegeben sind, zeigen dem Hörer direkt das Geschick der Musiker auf. Auch Frontmann Michael Alvarez bietet das ganze Album hinweg eine für dieses Genre typische Leistung an, die er kontinuierlich hält. Äußert angenehm, fallen hierbei die kurzen, ruhigen und fast schon Idyllischen Passagen auf, die dem ein oder anderem zunächst aus nicht negativ behafteter Amüsiertheit ein Lächeln auf das Gesicht zaubern werden. Songs wie Blossom hauen den Headbanger von heute regelrecht aus den Latschen. Doiblebass-Drums und blitzschnelle Gitarrenriffs sorgen für eine Headbangorgie vom allerfeinsten. Das Arpeggio aus verträumten Glockenspielsynthesizern verleiht dem Song fast schon eine Alptraumhafte Stimmung. Arpeggio gibt es hier ebenfalls von den Gitarren zu genüge und so wirkt das ganze ziemlich verschnörkelt ohne dabei ins Strudeln zu geraten. Leichte Elemente des progressive Metal bieten Flub hier ebenfalls. Der schaurig schöne Alptraum geht mit Umbre Mortis gekonnt weiter, bei dem Flub zunächst auf Synthesizer setzen, die nach einem Gewitter aus Drums, Gitarren, bass und Synthesizerflächen den Pfaden der Einleitung aufbauen. Fast schon wie eine Death Metal Synphonie, wirkt das hier dargebotene Werk, das so klingt als habe man sich bei einer Klassikband, beziehungsweise deren Notenkoffern zu schaffen gemacht. Traumhaft schön und in gewohnter Qualität poltern Flub auch auf dem anschließenden Dream drauf los. Hier wird zwar gewohntes dargeboten, aber nahezu perfekt in Szene gesetzt. Die Synthesizer wirken auch hier nicht zu aufgesetzt und auch nicht zu aufdringlich, sondern bilden einfach im Sounddesign des kompletten, beinharten Metalbretts das nötige Element um einen gewissen AHA Effekt zu erreichen. 

 

Als nächstes gehen Flub mit Rise From Your Grave ins rennen. Einen Song, den sie wohl einem Zombie gewidmet haben? Nein dies ist ein kleiner Scherz, den sich der Rezensent einfach nicht verkneifen konnte. Bleiben wir ernst und widmen wir uns erneut der Musik von Flub. während man zunächst beim jungräulichen Lauschen der ersten Sekunden des Songs denkt, es handele sich mal um eine etwas ruhigere Nummer, der wird ein paar Sekunden später eines besseren belehrt, indem die Band abermals auf Geschwindigkeit setzt. Auch hier werden melodische Gitarrenriffs mit beinhartem Metal zu einem Gesamtkunstwerk veredelt, das sich vor den vorherigen Nummern nicht zu verstecken braucht. Die Synthesizer sorgen für die nötige Finstre Stimmung und lassen (auch) diesen Titel zu etwas magisch-sinistrem werden. Der Fokus von Flubs Melodiereportraire wird ganz klar auf die Gitarren und den Bass gelegt, während die Synthesizer nur der Atmosphäre dienlich sind. Überraschend ruhig geht es mit Rebirth weiter. Ein schönes Pianospiel, bildet zusammen mit klaren Gesangsstrukturen das Krasse Gegenteil zu den vorherigen Tracks, die Flub auf ihrem Debütalbum verewigt haben. Doch ab knapp einer Minute, ist schluß mit Kuschlich, wenn Flub im mittleren Tempo ihre musikalische Rezeptur abermals zum besten geben. Tempiwechsel und Variation im Arrangement inklusive. Gegen Ende gibt es mit Wild Smoke den runden Abschluss, den ihr (sofern ihr es noch nicht getan habt) nun oben mal anhören könnt und euch somit ein Bild dieser Band machen solltet.

Fazit 7 von 10: Wer auf anspruchsvollen Death Metal steht, der auch mal das Experiment wagt, der sollte sich auf den 7. Juni 2019 freuen. Auch wenn Fub garanten für guten Death Metal sind, der euch sicher nicht enttäuschen wird, gibt es ein kleines Manko: Hinsichtlich der Songstrukturen und der eingesetzten Rifftechnik wiederholen sie sich durch das Album hinweg für den SUBJEKTIVEN Geschmack des Rezensenten etwas oft. Doch es ändert nichts daran, das FUB eine gute Experimental Death Metal Band sind, welche die Aufmerksamkeit der Szene durchaus verdient hat!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Internet:

Flub @ Facebook:
https://www.facebook.com/flubmetal

Flub @ Bandcamp:
https://flub.bandcamp.com/

Flub’s Label – The Artisan Era:
http://www.theartisanera.com/

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