Mit seinem experimentellen Akustik-Avantgarde Album Hunter Haller präsentiert der Künstler Hunter Wallace Haller ein Album, das sich vor allem durch ein interessantes Konzept von der Flut an Veröffentlichungen abhebt. Ganz Holländisch, geht es zum Beispiel beim Opener zu Dutch erstreckt sich in seiner Spielzeit auf ganze 9 Minuten und 22 Sekunden und fällt in erster Linie durch seine Home-Wohnzimmer-Demo-Klangqualität auf. Der Musiker beweist hier, das er sein Instrument beherrscht und bietet vor allem ein akustisches Spiel auf einer cleanen Gitarre. Mit 13 Minuten ist Collie ein weiterer Track, der leider zugegeben, gewisse Ermüdungserscheinungen aufkommen lässt. Musikalisch minimalistisch ist eine Umschreibung des ganzen, die wohl treffen kann, denn die Instrumentalen Stücke haben weder Lyrics, also auch keinen Gesang, noch irgendeine andere Instrumentalisierung als die hier eingesetzte Klampfe. T-shirt klingt in der Tat so, wie man sich das Geräusch einer Spinn-Maschine vorstellen könnte. Das kurze Stück Sojourny ist mit Abstand der Track auf dem Album, der mit 6 Minuten, die geringste Spielzeit hat. Technisch muss ich Hunter Wallace Haller durchaus eine deutliche Ambition zusprechen, wenn man hätte auch deutlich mehr aus den Tracks hätte rausholen können. Leider kann Sojurny mit seinem Leierkastengedudel am Ende nicht überzeugen und man ist froh, wenn der Spuk vorbei ist. Timber ist da schon etwas eingängiger, auch wenn er zunächst wie ein Unfall klingt. Ich bekomme langsam echt das Gefühl bei dieser veröffentlichung, handelt es sich um einen Witz, denn auch Serenity scheint ein Track zu sein, der den Hörer eher in den Wahnsinn treiben soll. Bei Poo scheint der Name Programm zu sein. Was vor allendingen Auffällt ist, das der liebe Wallace irgendwie immer wieder zum selben Soundrezept und Riffing zurückgreift. So schafft er es leider nicht die Spannung, die er mit Dutch gekonnt aufgebaut hat zu halten. Casper…. oh ja langsam hat man echt das Gefühl, hier will jemand den Kasper mit dir machen. Dieses schräge Stück – nennen wir es mal Musik – kann einem wahrlich auf die Nerven gehen. Der Hund meiner Schwester trägt den Namen, des letzten Stücks Tico und alles was mir dazu einfällt ist, Ja … der arme Tico würde jaulen! Sorry Hunter Wallace Haller! Es sei dir durchaus gegönnt, daß du ein experimentierfreudiger Musiker bist. Auch erkennen wir dir durchaus dank einiger Ecken den Umgang mit deinem Instrument ab. Aber das hier ist die reinste akustische Folter! Sorry bro!

Hunter Wallace Haller im Web:

Hunter Wallace Haller bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/album/7pisUkohn5CWPKXxO0svkI

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