Über das Hause Xenokorp Records erscheint am 13. September 2019 das nunmehr dritte Studioalbum der französischen extreme Metaller MITHRIDATIC. Der Nachfolger zu Who Lies Underneath wurde auf den Namen Tetanos Mystique getauft, ist ab heute zum vorbestellen verfügbar und verspricht eine ultra Brutale Prügelattacke für hartgesottene Metalheads zu werden, bei dem sich Black Metal und Death Metal fusionieren und ein Blackened Death Metal Opus der aggressiven Art aus den Boxen geschleudert wird. Eins Vorweg: Das Schleudertrauma ist bei den Headbangern garantiert vorprogrammiert. 

God’s Blindspot entlockt schon ein Schmunzeln, weil die Band hier ernsthaft den Soundeffekt eines Bongs als Intro verwenden, der gerade angezündet und durchgezogen wird. Aber kurz darauf ist Schluss mit Lustig! Die Band geht zur Sache und schleudert aus dem Hi-Fi System einen ultrabrutalen Stilmix aus Black und Death, den man als akustische Wall of Death bezeichnen könnte. MITHRIDATIC werden von ihrem Drummer Kevin PARADIS so richtig angetrieben. Keine Ahnung wie lange der Typ schon die Stöcke schwingt und die Pedale bedient, aber der Mann ist eine Maschine und liefert auf dem ganzen Album hinweg eine hammermäßige Leistung ab. Die beiden Gitarristen Romain SANCHEZ und Alexandre BROSSE sowie Bassist Remolow sorgen an der Riff- und Melodiefront dafür, das garantiert keine Langeweile aufkommt und der textvortragende Guitou macht seinem Genre alle Ehre. Durch das ganze Album hinweg, legen MITHRIDATIC eine Leistung ab, die variabel und vielschichtig ist. Wer den oben eingebetteten Track The Night Torn From Herself,  der weiß wovon die Rede ist. 

Doch nicht nur der Opener, oder The Night Torn From Herself zeichnen sich durch eine gute Metalproduktion der Extreme aus, sondern auch The Dead Mountain of Life der nicht minder brachial aus den Lautsprechern kommt und mit seinen Solos noch das gewisse Topping bekommt. Doublebass Drums die einfach so klingen wie tausend Atombomben die detonieren, oder auch die verschachtlung komplexer Songstrukturen, machen diesem Titel alle Ehre. Von nicht minderer Qualität aber ein weiterer Beweis für das Wechselbad der Geschwindigkeit ist das fast schon progressive   Lotophagus (Lotus Eaters’ Dream) das die Qualitäten der Band abermals in sich vereint und ebenfalls dazu taugt um Bock auf mehr zu geben. Die weiteren Stücke Le sevrage,Phosphènes aura oder auch das abschließende Tétanos mystique, sind da nicht weniger brutal und zeigen, das MITHRIDATIC einen Arschtritt nach dem anderen verpassen. Von ihrer Power büßen sie dabei keinesfalls etwas ein. Manche Elemente wirken jedoch etwas Fehlplatziert (Sprachsampels in Le Sevrage beispielsweise) dies lässt aber keinen Zweifel daran übrig, das MITHRIDATIC eine starke Truppe sind, die nur noch durch die Produktionsqualität übertroffen wird. Zwar auch im Wechsel zwischen Schnell und etwas gedrosselter ist   Toothless Bite jedoch wenn nicht der “ruhigere” Track auf dem Album. Biss hat er jedoch aber dennoch und zahnlosen schon gar nicht!

Fazit 8 von 10: Mit MITHRIDATIC und ihrem kommenden Album Tetanos Mystique beweisen Xenokorp Records abermals, das sie einen guten Riecher für talentierte Extreme Metalbands haben. Freunde des extremen Metal sollten sich den 13. September unbedingt im Kalender anstreichen und die Platte anhören. Musikalisch Gut, Produktionstechnisch TOP und zum Headbangen eignet sich das Teil auf jeden Fall. 

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