Über das wohlbekannte Label Black Lion Records erscheint am 7. Juni 2019 mit Tempestas ein Symphonic Blackened Death Metal der besonderen Art. Hinter diesem Release steht die Band OV LUSTRA aus Phoenix Arizona. Das besondere an diesem ungewöhnlichen Werk? Es handelt sich in seinem Kern eigentlich um ein Mini Album, das jedoch um diverse Bonustracks und um orchestrale Versionen seiner Songs erweitert wurde. Hierbei holten sich OV LUSTRA Unterstützung von Francesco Ferrini der für die Realisierung der Arrangements mit seinem Namen stand. Ein weiterer Feature Gast ist Michael Alvarez von Flub (Lest hier unser Review zu ihrem DebütalbumMit seiner orchestralen Untermalung, erinnert das Album zunächst an einen Filmscore, was jedoch zunächst eher positiv zu bewertten ist. Bei dem Opener könnte The Ritual könnte man zunächst um den Score eines Filmes, bevor völlig Nahtlos zu dem Arrangement in dem Cello’s dominieren in seinen schwarzen todesmetall Anteil übergeht. und OV LUSTRA die Sache anpacken. Geboten wird bei diesem Einstieg ein ordentliches Kraftpaket bei dem OV LUSTRA ehrlichen und gestanden blackened Death zum besten geben. Die beiden Axtschwinger Tyler Allen und Ryan Todd beherrschen gerade zu ihre Instrumente, was von Schlagzeuger Brian Miller und seinem beeindruckenden Drumming regelrecht gefordert wird. Mit der Aufgabe des Bass ist Leadsänger Randy Abbott gleich doppelt belastet, meistert aber auch seine Aufgabe auf grandiose Art und Weise. Im Gesamten kann man sagen, das OV LUSTRA es schaffen, ein aufwendiges Konzept darzulegen, das weder überladen, noch zu einfach wirkt. Eine genaue Kostprobe geben wir mit dem zweiten Titel Tempestas, das im Duett mit oben erwähnten Flub Sänger kreiert wurde und zu dem folgendes künstlerisches Lyric Video erschaffen wurde

Das mystische Intro von Ov Delicate Rage ist nur von wenigen Sekunden geprägt, bevor Ov Lustra wieder zu ihrer gewohnten Stärke zurückkehren. Die Doppelbass-Drums stampfen drauf los, orchestrale Elemente dienen der leichten Betonung von Gitarre und Bass. Wenn man dies ganze im Sinne einer Filmszene umschreiben sollte, so könnte man meinen das stellenweise Engelschöre von Oben die Dämonenscharen der Hölle besingen. Nicht nur in der Rhythmnsektion machen Ov Lustra alles richtig, sondern auch die Lead Gitarren sind hierbei nicht außer Acht zu lassen. Mit einem Monströsen vierten Titel wird der Hauptteil, der eigentlichen ep, beendet aber nicht ohne dabei nochmal das beste zu geben. Herausgekommen ist auch hier abermals, ein ausgewogener Mix der sicher stellt, Wo Ov Lustra drauf steht, ist guter, rabiater blackened death metal drin. Interessantes Topping? Der Chor, der hier und da durchschimmert und das ganze zum einen episch und zum andern äußerst bedrohlich wirken lassen. OV LUSTRA verstehen es, wie sie einzelne Elemente einsetzen müssen. Von nicht minderer Qualität, sind die Re-Issues der Tracks I, Felle oder dem nach der Band betitelten OV LUSTRA, die alle drei diverse Featuringgäste und zudem musikalisch diversen und vielfältigen Death Metal mit schwarzer Untermalung verkörpern. So ist auch Arrival ein weiteres Stück, das die Vielseitigkeit von OV LUSTRA aufzeigt, bewegt sich zwar alles im selben muskalischen Stil und bleibt der Metalanteil konstant auf anspruchsvollem Level, so machen die symphonischen Anteile jeden dieser Songs einmalig und sorgen dafür, das sie sich voneinander abheben. Als nettes Bonus bieten OV LUSTRA noch die orchestralen Versionen der ersten vier Songs an, die ihr euch, wenn auch der Metalanteil gänzlich fehlt und man hier diese Parts nochmal betonen wollte – unbedingt ebenfalls mal anhören solltet. Der Movie-Score zu einer Top Hollywood Produktion lässt grüßen! 

Fazit 8 von 10 : Es gibt auf dem Markt sehr viele, gute Black Metal und Death Metal Produktionen, jedes Jahr erreichen den Metalhead dutzende Neuveröffentlichungen des Genres. Tempestas von Ov Lustra ist dabei aber außergewöhnlich und setzt mit seinem orchestralen Anteil ein Zeichen in Sachen Individualität und zusammen mit der Leistung der Musiker, Maßstabe in Sachen könnten. Leider schwächeln die neu aufgelegten Songs, die sich als Bonus auf der EP befinden im vergleich mit den ersten vier Titeln etwas, sodass es nicht zur vollen Punktzahl gereicht hat. Das ändert aber nichts daran, das hier verdammt guter blackened Death Metal geboten wird, der sich auch für die Headbanger-Fraktion, bestens eignet.

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Internet:

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