Radio Drive ist das us amerikanische Alternative Rock Projekt des Musikers und Regisseurs Kevin Gullickson der nicht nur mit Alben wie Life Today, She Colors My World oder I Can See The World From Here für Furore sorgt, sondern auch einige Awards mit seiner Tätigkeit als Musiker, Produzent und Musikvideo-Regisseur einsacken konnte. Knapp über einem Jahr nach dem Erscheinen seines letzten Albums She Colors My World meldet sich der in Saint Paul (liegt in Minnesota) lebende Vielkönner zurück und präsentiert mit In The Light seine neuste Langspielplatte, die vor allem Fans von U2, Coldplay oder REM begeistern wird. Neben dem Gründervater Kevin Gullickson, wären da Patrick Spott, Wesley Henderson und Joe Maffei, die das Line-Up komplettieren und somit auf The Light natürlich mitgewirkt haben.

Das bei Radio Drive wahrhaftige Talente am Werk sind, mit denen Kevin Gullickson eine runde Band auf die Beine gestellt hat, wird bereits sofort klar, wenn man den ersten Sekunden von In The Light lauscht. Den Startschuss gibt hierbei der Song First Time und auch wenn der Name Programm ist und es für den ein oder anderen Hörer sicher das erstemal sein wird, wo er mit den Amerikanern in Berührung kommt, so wird er neben grandios verwirklichter Musik vor allem die Einflüsse von REM, Coldplay, U2 oder Queen sofort bemerken… Dies setzt jedoch voraus, das er in diesen genannten Referenzbeispielen seine Lieblingsbands hat. Der erste von summa summarum 9 Songs mit besagtem Titel First Time, eröffnet mit leicht angezerrten Fuzzy Gitarren und gibt in seinem groovigen Beat direkt am meisten eine gewisse Homage an Coldplay. Dies wirkt sich vor allem auf das betonende Bassspiel aus und auf den hier verwendeten Gesangsstil. Bass und Schlagzeug bilden musikalisch das konstant tragende Element im Verse, die zu dem angenehmen, hochtönigen Gesang passen und ihn zum Tragen bringen. Gitarren sind hier zunächst reine Betonung im Takt, erst im Refrain entfachen sie ihre volle Kraft. Interessantes Element sind die unterschwelligen Synthesizer, die zum einen im Refrain verwendet werden und zum anderen zur Auflockung in der Bridge des Songs zu hören sind. Nicht nur durch ausgefeiltes Riffing zeichnet sich dieser Song aus, sondern auch durch tolle Melodieen und so verankert First Time sich direkt beim ersten Durchhören im Gedächtnis des Hörers. 

War der Opening-Track schon beweis genug, das Kevin Gullickson nicht nur ein talentierter Songwriter, sondern auch Musiker ist, so legt er mit Come With Me direkt eins drauf. Ein kurzes Intro, das sich mystisch aus den Boxen erhebt und aus einem kurzen Lick der Gitarre inklusive Synthesizern besteht, setzt Kevin Gullickson zusammen mit Radio Drive eins drauf und erweckt einen ordentlichen Alternative pop-Rocker zum Leben. Zunächst klingen die Drums elektronisch, während Gitarre, Bass und Keys mal wieder von Güte Klasse A sind, wechseln die Drums sich zwischen Drummachine und akustischen Drums gekonnt ab und bauen somit ein Interessantes Element an der Trommelfraktion aus. Auch hier haben Kevin und seine Jungs abermals einen Hitverdächtigen Song geschaffen, der sich vor den Größen des Genres nicht verstecken muss.  ,,Come With Me, We’ll make our Destiny” heißt es im Refrain und mit diesem Song hat die Formation den Nagel buchstäblich auf den Kopf getroffen, denn der in manchen Nuancen an Queen erinnernde Song, schnellst Schickalhaft aus den Boxen und beschert dem Hörer pures Vergnügen. 

Auch mit dem nächsten Song Moving On zaubern Radio Drive einen Song der Güte Klasse A aus den Boxen, der es mit seiner lässigen Art schafft, für Abwechslung zu sorgen. Auch hier wurden Gesangsmelodien und Instrumentenmelodien von höchster Qualität verwendet und so klingt Moving On sehr Radiotauglich. Interessant ist das mit einem Phaser und Octaver- bzw. Choruseffekt, kurze aber prägnante Gitarrensolo des Songs. Auch mit dem Titel Life zeigen Radio Drive, das sie einerseits ihrem Sound treu bleiben und es abermals schaffen, dass kein Song sich so richtig dem anderen gleichen mag. So sind es teilweise die feinen, aber deutlichen Unterschiede, welche diese Stücke jeweils voneinander unterschieden. Nicht nur die Musik, die Arrangements, sondern auch die perfekte Produktion der Scheibe sprechen für sich. Ist der Verse von Moving On getreu dem Motto etwas minimalistisch (aber oho!) gehalten, geht es im Refrain zur Sache! ,,Life is Joy, Life is Pain, Life is sunshine, Life is Rain” heißt es im Refrain und somit machen Leadgitarrist und Sänger Kevin Gullickson und seine Jungs von Radio Drive zu einem akustischen Erlebnis. Ziemlich elektronisch, mit Synthesizerflächen im Hintergrund und elektronischen Drumbeats eröffnet der nächste Song Take Hold. Radio Drive lassen diese Elemente aber baldigst in den Hintergrund rücken und liefern auch hier einen Alternative Pop- bzw. Brit-Pop Song vom feinsten ab, der ab und an durch seine Synthesizer, die aus dem Electro- bzw. Trancegenre stammen eine gewisse Crossover Note erhält. Radio Drive machen ihren Sound teilweise ziemlich Individuell wodurch sie sich von ihren Vorbildern entschieden abheben. Auch hier ist wieder (nicht zuletzt wegen dem Refrain) Hit-Potenzial vorhanden, der sich wie ein Ohrwurm in das Gedächtnis frisst. 

Frontmann Kevin Gullickson

Minimalistisch geht es auf I Have A Voice zu, was zunächst eine simple Gitarre, gepaart mit elektronischen Drumbeats ist, baut sich immer stärker auf und wird ab knapp zwei Minuten Spielzeit zu einem bombastischen rocker, der mit seinem geladenen Arangement zu einem fetten Brett wird. Einen ähnlichen Ansatz verkörpert das sozialkritische One Life To Give, das ebenfalls mit seiner elektronischen Einleitung den Spannungsbogen gekonnt aufbauen kann. Auch One Life To Give baut erst ruhig und seicht, elektronisch sein Fundament auf, wird aber schnell mächtiger und erreicht durch das wahnsinns-gitarrensolo von Kevin Gullickson seinen mehr als zufriedenstellenden Höhepunkt. Einen etwas anderen Ansatz geht dabei What Went Wrong, der mit Pianoklängen, Streicherklängen und der durchdringenden Gesangsstimme einen nachdenklichen, harmonischen und melancholischen Anstrich verpasst bekommt. Dieser Ansatz des Soundkonzeptes ist nicht nur gewollt, sondern sogar gekonnt. Auch hier machen Kevin Gullickson und Radio Drive alles richtig. Im Mid-Tempo segment gehalten, ist dies ein gefühlvoller Track, in dessen Bann man schnell versinken kann, wenn man nicht aufpasst. Ab knapp der Hälfte des TItels ist damit jedoch wieder Schluss, wenn man abruppt für kurze Zeit durch den bombastischen Rock der Band in die Realität zurückgeschleudert wird. Mit der schönen Ballade Under The Milky Way verabschieden sich Kevin Gullickson und Radio Drive auf ihrem durchaus gelungenen Album. Kevin singt im Duett mit einer weiblichen Stimme in Begleitung von epischen Synthesizern, 12 saitigen Gitarren und einer fabehlahften Instrumentalisierung und bildet somit den krönenden, gelungen Abschluss eines vollkommen gelungenen Alternative Rock- / bzw. Alternative-Pop Albums. 

Fazit 10 von 10: Mit In The Light haben Kevin Gullickson und Radio Drive ein hervorragendes Alternative Album erschaffen, das für Fans von Coldplay oder U2 wärmstens zu empfehlen ist. Musikalisch schöpft man aus dem Vollen und beweist eine Menge Talent und Herzblut. 2EDGE Music hat die Scheibe, die obendrauf noch eine Perfekte Produktion aufweißt vergangenen Freitag am 12. August 2019 veröffentlicht. Ihr solltet auch nun schleunigst auf den oben befindlichen Player klicken (powered by Youtube Music) und euch die Scheibe einmal anhören, es Lohnt!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Radio Drive im Internet:

Radio Drive – Die offizielle Webseite:
http://www.radiodrive.net/

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https://music.apple.com/album/in-the-light/1476446726

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