Mit Power springen die Australier von Road Warrior auf den Zug des Retro Metal auf und veröffentlichten vergangenen Freitag (Also Gestern) ein Album, mit dem ihr die Möglichkeit habt, eine kleine Zeitreise zu unternehmen. Ein wenig erinnert mich das, was die Band hier fabriziert in der Tat an die glorreichen 80er, als Bands wie Saxon, Iron Maiden, Judas Priest (you Name it) auf dem Siegeszug des Heavy Metal in Geschwindigkeitsrausch alle Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ob für Road Warrior nun doch noch eine kleine Extratour gelingt, oder für sie der Zug schon direkt abgefahren ist, darüber versuche ich jetzt (natürlich rein Subjektiv) Urteil zu Fällen.

Inhaltlich haben sich Road Warrior so ziemlich allem bedient, was in den 1980er Jahren die Herzen der Metalfangemeinde rasen ließ. Ihr Stil wirkt wie eine Mischung aus den frühen Werken von Savatage, Metal Church oder gar (Wie Solls auch anders sein) Iron Maiden. DENIMAL, der neben dem Gesang auf für die Gitarre (und Live den Bass) zuständig ist, hat eine für das Genre des traditionellen Heavy Metal eine passende Stimme und auch Lead Gitarrist Overdrive, lässt sicher jahrelange musikalische Erfahrung in die Songs einfließen. Apropos Songs: Ist soviel Macho-Gehabe wirklich nötig?

Wer sich jetzt den Audioplayer auf Youtube reinzogen hat (oben eingebettet), wird jedoch verstehen wenn ich sage, das Road Warrior (Wieso muss ich nur an Mad Max denken?), mich einigermaßen überzeugen konnten. Klassischen Retro Metal gibt es allemal auf Songs wie Don’t Fight Fate, oder auch I Am The Hunger (Wahnsinns Gitarrensolo). Nach diesen Titeln, so ab Nummer Fünf, sind bei mir jedoch Runzeln auf der Stirn zu erkennen. Wenn man es in Metaphern umschreiben müsste, so würde ich fast schon sagen, das Road Warrior zunächst sehr Hell gestrahlt haben, wie ein Komet am Nachthimmel, der danach dann aber Schnell verglüht und sich in musikalischer Belanglosigkeit verliert.

Fazit: 6 von 10: Ein traditionelles, klassisches Heavy Metal Album, das ich keineswegs als schlecht bewerten würde, dem aber zu schnell die Luft ausgeht und auf dessen Ende ich mich so leid es mir tut gefreut habe. Tut aber bitte der Band einen Gefallen: Seit 05. Oktober 2018 ist die Scheibe im Handel, checkt Road Warrior mit Power unbedingt einmal selbst aus, da auch ich nur subjektive Kritik verfasse. Vielleicht sind sie doch in euren Augen ein Ohrenschmaus. Ich finde sie wie gesagt keineswegs Schlecht, aber auch nicht überragend.

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Stellvertrtender Chef Redakteur seit 2013.

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