Eine Mischung aus elektronischer Musik, Industrial und einem ordentlichen Anteil an Metal, sorgen bei den 2002 als Solo-Projekt gegründeten Schultz für einige Spitze Lauscher. Das von Franz Schultz (Lead Vocals & Programming) ins Leben gerufene Projekt wird durch die beiden Mitglieder Guitarf0x (Guitar) und der Tänzerin Sandy komplettiert und hat seit Mitte Mai 2019 nun ihr neues Album Shot Of Pain, dessen Titeltrack oben als Video eingebettet wurde auf dem Markt. Ihre Einflüsse sind Rammstein, Punish Yourself, Bak XIII, Ludwig Von 88 oder Latex und das hört man auch auf dem am über BLC PRODUCTIONS am 06. Mai veröffentlichem, 8. Album der Band um das sich diese Kritik hier dreht – deutlich heraus.

Seit 06. Mai im Handel,
Shot Of Pain von Schultz

Trackliste:
1. USED NERVES Feat. GRAYSSOKER
2. I HATE YOU Feat. VDREY
3. MY WISH
4. FUCK BUDDY
5. DRUGS ARE SINS Feat. VDREY and K.B
6. RAW FUCKING POWER Feat. VDREY
7. FAKE WORLD 8. HOUSE OF MISERY Feat. GRAYSSOKER
9. LA MUSIQUE ME REND SOURD Feat. K.B
10. I’M YOUR GOD
11. BITCH

Das obrige Video zu I Hate You (auf der Platte tatsächlich die der eigentliche Opener…) gibt schonmal einen guten Überblick darüber, was Schultz hier musikalisch abliefern. Die Beschreibung trifft zu, eine düstere Mischung aus Electro und Metal, beziehungsweiße Industrial Metal. Doch langsam! Wir drücken jetzt die Play Taste auf Anfang. Der erste Song auf dieser Scheibe, bei dem Schultz sich Unterstützung von Grayssoker geholt haben, könnte “Industrieller” nicht sein, hört man doch zu Beginn eine Kreissäge, bevor im Rhytmus eines Herzschlages die Drummachine zu Wort kommt und ein Rhythmus aus Tom’s (beim Drum) sich zu der maschinellen Kalngkulisse hinzugesellt. Hat das Intro einem mit seinem Groove jetzt nicht unbedingt vom Hocker gehauen, sieht es mit dem zweiten Liedgut, das auf den Namen I Hate You hört anders aus. Wer oben auf Play gedrückt hat, der konnte sich ja bereits ein Bild machen.  Mit dem Featuregast VDREY im Gepäck, geben Schultz einen brachialen Einstieg. Düstere Gitarren, wummernde Bässe, und ein Drumbeat der weitgehend durch Hi-Hat und eine Bass-Drum im 180er BPM Bereich sich bewegt, eignen sich am besten dazu den Goth Club unsicher zu machen. Man merkt es hier bereits überdeutlich. Die Gitarren sind schwerer Metal, der elektronische Rest? Electro beziehungsweise Industrial. Das ganze hier könnte Locker als Soundtrack für einen Sci-Fi Egoshooter, Blade Runner (bei Verfolgungsjagden) oder sonstiges dergleichen herhalten. Doch ist dies Schlecht? Nein! Die Cyberpunk Ästhetik mit der die Band spielt, steht ihnen gut. My Wish wirkt ein wenig wie ein akustischer Drogentrip, der zuerst mit seinem wabernden Bass, maschinellen Drums und leichten Gitarren aufgebaut wurde. Der Gesang ist hier im Hintergrund und versprüht mit der Umgebung des Songs ein alptraumhaftes Soundkonzept. Fuck Buddy nimmt dann schließlich wieder Fahrt auf und nach einem kurzen Sprachsample, stampft die Industrial-Drum-Machine nur so drauflos. Die Gitarren sind hier düster und extrem Verzerrt bis ins unermessliche. Der Gitarrensound erinnert in der Tat ein wenig an den von Rammstein. Wieso zum Henker habe ich die ganze Zeit Szenen aus der Zukunft des Terminator Franchises vor Augen? Ich sehe Menschen gegen Maschinen Kämpfen, wenn ich diesen verrückten future Metal lausche. Nach einem ähnlichen Aufbau ist Drugs Are Sins kreiert worden. Nach einem Sprachsampel, geht es wieder mächtig zur Sache und in der Tat hört man hier eine Mischung aus älteren KMFDM Stücken und Rammstein meets Nine Inch Nails and Wumpscut raus. Bei diesem Song, holten sich Schultz neben dem vorher schon erwähnten VDREY und K.B ins Boot und lassen den Dancefloor des elektronischen Industrial Metal so richtig beben. VDREY ist auch bei dem nächsten Song Raw Fucking Power mit von der Partie. Vom Aufbau ist hier wieder alles nach dem gewohnten Schema F gehalten. Mit dem Unterschied, das der Song sich erst aufbaut und nach der Hälfte seiner Spieldauer durch interessantes, episches Sounddesign aufwarten kann. Fake World, House Of Misery und Bitch bieten in interessanter Variation wohlbekanntes von Schultz und werden dennoch nicht langweilig oder verursachen Ermüdungserscheinungen. LA MUSIQUE ME REND SOURD Feat. K.B überrascht mit einem etwas anderem Ansatz. Französische Lead Vocals stechen hier hervor. Die typische Synth Bassline kommt mal wieder zum Einsatz, aber er hebt sich deutlich von seinen Kollegen in der Tracklist ab, was besonders sich auf die Wahl der musikalischen Realisierung zeigt. Ungewöhnlich mit niedrigem Tempo kommt der Clubtaugliche Song Iam Your God aus den Lautsprechern, der nach dem Schema Schultz ebenfalls gut funktioniert. Zum Abschluss gibt es dann noch mit Shot Of Pain den Titeltrack des Albums zu hören. Shot Of Pain legt mal einen etwas anderen Ansatz zum grande Finale an. Fast unverzerrter Gesang, der gut ins Ohr geht, etwas leichtere Gitarren, die diesmal im helleren Klangfarbenbereich liegen und ein Song der als echter Dauerbrenner funktioniert.

Fazit 7 von 10 : An manchen Stellen machen sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Dennoch ändert dies nichts daran, das Shot Of Pain ein gutes Industrial Metal Album ist, das zum einen mit Härte besticht und zum anderen mit Clubtauglichkeit glänzt. Hier trinken Electroheads und (nicht ganz so traditionelle) Metalheads auf die Bruderschaft. Fans von Acts wie KMFDM, die es etwas härter mögen, werden diese Band sicher lieben.

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Internet:

Schultz bei Facebook:
https://www.facebook.com/SchultzNewAlbumSoon/

Schultz bei Bandcamp:
https://schultzmusic.bandcamp.com/album/shot-of-pain

BLC Productions:
https://www.facebook.com/BLC-Productions-1534826426812404/

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