Heute mal etwas aus Bratislava, einer Stadt unseres schönen Nachbarlandes der Slowakei. Wer hier auf den Player geklickt hat, wird beim anhören des Prologues schon erahnen, in welche Richtung es gehen wird: Gothic. Diesmal auf Silberling gebannt von Sharzall und über unser Partnerlabel NRT-Records veröffentlicht. Wer bei dem instrumentalen Intro, das von dem versierten und durchaus begabten Keyboarder Shiny komponiert wurde vermutet, das es sich um eine Dark Wave Produktion handelt, der irrt aber gewaltig. Denn Sharzall sind purer Dark Gothic Rock, Gothic Metal und in gewisser Weiße auch Horrorpunk und setzt sich aus den Bandmitgliedern Rony Ragenheim (Gesang), Liviticus (Guitars), Mato Nyga (Bass), Shiny (Keys & Synths) und D. (Drums) zusammen.

Hellquit ist der Opener, den Sharzall hier präsentieren und der für Gewissheit sorgt. Im mittleren Tempo angesiedelt, aber dennoch zügig von Drummer D. Angepeitscht, spielen die Beiden Saitendehner Liviticus und Nyga ein straightes und sauberes Programm runter. Shiny überrascht mit düsteren Spähren und Sänger Rony Rage meldet sich zu zu Wort. Der zügige Rocker besticht in erster Linie durch sein Songkonstrukt und verstrahlt spielerische Power bei der Band. Minimalistische Songs, die aber ihre Wirkung nicht verfehlen und kurz und Bündig auf den Punkt gelangen, sind beispielsweise das darauffolgende Piker Man oder Frontline. In den Songs gibt Gitarrist Liviticus einen Höhepunkt nach dem anderen in Form eines guten Gitarrensolos von sich. Rony Rage‘s Gesang erinnert mich ein klein wenig an frühere Gothic Pioniere der 80er Jahre und ja, etwas Retro wirkt der Sound von Sharzall auch noch, dazu aber später.

Wie man sieht und hört, auch bei Way To Die, merkt man, das Sharzall wissen was sie tun und scheinen eine eingespielte Einheit zu sein. Ein weiteres Video wäre Crisis, ein Song der ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist. Aus Gründen des Jugendschutzes, wollen wir es jedoch an dieser Stelle nicht einbinden. Das Gitarrensolo von Liviticus in diesem Song, sorgt jedoch für einen erneuten WOW moment. Es wirkt so als ob der Gitarrist seine Parts mit absoluter Leichtigkeit aus den Fingern zaubert. Frozen Touch lässt einem buchstäblich und nicht passender zum Titel das Blut in den Adern gefrieren, denn die Jungs wissen auch bei dem letzten Song zu überzeugen. Vielleicht spielen Sharzall nicht unbedingt bei jedem Song, der übrigens im mittleren Tempo angesiedelt ist, die übertrieben-komplexen-Killer-Riffs runter, aber ist doch auch die Eingängigkeit etwas, was hier positiv auffällt. Im Promotext steht, das sie wirken wie eine Gang aus A Clockwork Orange auf Zombie und ganz ehrlich? Das stimmt! Eher wie A Clockwork Orange meets Dead Snow! Aber das macht spaß.

Zum Image der Band

So manch ein Großmaul, hat sich bereits in der Vergangenheit über das Outfit der Band beschwert. Vorrangig wegen der Mütze von Sänger und Frontmann Rony Rage, mal abgesehen davon, das es diese Kleidungsstücke schon vor der Nazizeit gab, erkenne ich weder auf dem Hut von Ragenheim, noch bei einem anderen Bandmitglied Nazi Symbolik. NRT CEO Philipp Gottfried, ist als strikter Anti-Rechtsextremist und Anti-Linksextremist bekannt und auch die Texte der Band, weißen keinerlei Bezug zur NS-Zeit auf und einen positiven schon gar nicht. Man sucht den Feind hier an der falschen Ecke, oder aber man traut sich nicht gegen das wahre Problem vorzugehen und hated eine Goth- / Punkband?

Sharzall (Von Links nach Rechts) Liviticus – Guitars D. – Drums Rony Ragenheim – Lead Vocals Shiny – Drums Mato Nyga – Bass Guitar

Die Produktion

Jetzt komme ich zu einem wirklichen Manko bei Sharzall. Ihr Black Sun Album sei nun wirklich jedem Gothic Metal, Gothic Rock-Fan und auch Goth-Punk bzw. Horror-Punk-Fan zu empfehlen! Besonders würde ich dieses Album dem Old-School Goth empfehlen.  Ich würde aber zu gerne wissen, wer die Scheibe gemischt, bzw. vermischt hat und wer für das Mastering zuständig war? Die Bässe sind oft nicht druckvoll genug und die Drums wirken wie unter einer Autobahnbrücke aufgenommen. Auch Rony’s Gesang könnte manchmal präziser im Mix sein. Schade! Denn die Slowaken haben per se kein schlechtes Album abgeliefert. Dies sollte euch aber nicht davon abhalten, mal reinzuhören und Rony Ragenheim und seine Jungs zu supporten.

Mein Fazit:

6,5 von 10. Musikalisch sind Sharzall zwar nicht unbedingt DIE Sensation am Rockhimmel, aber für ein erstes, fundiertes und vor allem überzeugendes Album reicht es alle mal. Der Death Rock, Goth Rock und Punk-fan wird es sicher nicht bereuen, sich das anzuhören und den Jungs aus Bratislava eine Chance zu geben. Auf der CD Version, die im edlen Digipak erschien, gibt es auch ein digitales Booklet, ein digitales Photobook und die zwei Musikvideos als CD-Rom part für den Computer. Es ist ein jammer, das die Produktion so schlampig ist, aber man kann nicht alles haben und ich betone auch hier, das Black Sun nicht per se Grauenhaft klingt, sondern einfach nur nicht optimal.

Kritik von Mike: Redaktion@she-wolf.eu 

Sharzall im Web:

Die Offizielle Webseite:
www.sharzall.com

Sharzall bei Facebook:
https://www.facebook.com/www.sharzall.sk

Sharzall bei Qobuz als HD Audio Kaufen & Streamen:
https://www.qobuz.com/interpreter/sharzall/download-streaming-albums

Sharzall bei Amazon:
https://www.amazon.de/Black-Sun-Sharzall/

Sharzall bei Spotify:
https://open.spotify.com/artist/507sINXdgSsYmhAn8elxRo

Sharzall bei Deezer:
https://www.deezer.com/artist/12214030

Sharzall bei Apple Music:
https://itunes.apple.com/artist/sharzall/

Sharzall bei Google:
https://play.google.com/store/music/artist/Sharzall

 

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