Etwas musikalisch und Soundtechnisch komplett Neues im Sinne eines verrückten Genre Mix, bringen die New Yorker von Super SJT mit ihrem brandneuen, kommenden Album Red Version. Das gute Gesamtwerk umfasst 6 Titel, die in ihrem Sound in gewisserweise eins gemeinsam haben, ihren verrückten Stilmix aus den verschiedensten Einflüssen aus Funk, Punk, R&B, Metal, Progressive und Afro Beats oder auch wie Super SJT den Stil selbst bezeichnen, nämlich nach ihnen selbst benannt SUPER SJT. Bevor wir diese Rezension beginnen, möchten wir kurz anmerken, dass über den sich oben befindlichen Player, eine audiovisuelle Kostprobe in form des Videos zu Badumbadum aufrufbar ist. 

Wer dauf den Titelindex der Scheibe achtet und das dazu passende Cover, sowie das Video oben gelauscht hat, wird unverzüglich feststellen, dass Super SJT sich nicht all zu ernst nehmen. In gewisserweise erinnert ihr Sound teilweise an die Red Hot Chilli Papers und zumindest was die Gitarren angeht, haben Super SJT irgendwie etwas von Wolfmother. Für ein Debütalbum, ist dies doch schon ein ordentliches Paket, das wahrlich fit geht. So beweisen Super SJT ihre Ambition und ihr Talent als Musiker auf jedem Song und legen damit ohne Zeit zu verlieren mit Track Nummer Eins los. Dieser hört auf den Titel Brontosaurus Eating Leaves und wird direkt ohne unnötigen Schnörkel drauf losgekloppt. Die Band schafft es hier einen harten Gitarrensound, der sich weitgehend durch simple Riffs auszeichnet, alle Ohren für sich zu gewinnen. Besonders das komplexe Drumming und der kraftvolle Gesang, stechen hier hervor. Die Produktion der Songs ist wirklich professionell gehalten, ihrem Riffing werden Bass und Gitarre durchaus gerecht. Das Trio zeichnet sich durch bissigen and HC erinnernden, shout-gesang aus, der jedoch auch etwas von den Beastie Boys hat. Nicht zu verachten, sind hierbei die Funky Handarbeit des lead-singenden Bassisten.

Iratus Casteorus fängt unfassbar lustig an, die Band bedient ihre Instrumente so, als wolle sie den übelsten Hardcore Punk spielen, aber tatsächlich sind die Gitarren des ziemlich schnellen Songs zunächst clean und kommen ohne Verzerrung aus. Lediglich die Leadgitarren sind leicht angezerrt und haben eher den Klang eines Funkigen Songs, was (wer hätte es auch anders erwartet?) selbstverständlich für den pluckenden Bass gilt. Spätestens bei dem Namen Burd Turd und angesichts der vorherigen musikalischen und vorallem lyrischen Ausrichtung, kommt man nicht umher, herzlich zu lachen. Wie eingangs schon erwähnt, sind SUPER SJT keine Band, die man furchtbar ernstnehmen muss. Musikalisch sicher schon, aber nicht lyrisch. Die New Yorker sind das perfekte Trio für einen beschissenen Tag. So ist Burd Turd ein Song der fast wie ne funkige Disco Nummer einleitet, bevor die Band nach einem Trommelwirbel so klingt wie eine sehr funkige, groovende Version von den oben erwähnten Red Hot Chilli Papers, Hier steigern sich SUPER SJT deutlich und beweisen ihr Talent als ernstzunehmende Musiker, die für die Band scheinbar typischen funkigen Stromgitarren und Bassgitarren erweißen sich hier als Meisterhaft eingespielt und geben ein mächtig funkiges Nümmerchen mit progressivem Flair zum Besten. So ist es dem verschachtelten Arrangement und vor allem dem Talent der Musiker zu verschulden, das dieser Song mit seinen knapp fünf Minuten keine Langeweile zulässt. Mächtig an Geschwindigkeit und ordentlich an Speed wird bei Riding The Walruss das Walross geritten. Die Band hat einen wahnsinns-Bassisten mal so nebenbei erwähnt (für den Fall, das dies noch nicht getan wurde) Drummer und Bassist stehen ihm selbstverständlich in nichts nach! Und so wurde abermals ein irrwitziger Song dargeboten. Nach einem panischen Schrei, machen SUPER SJT auf dem nächsten Song Porcupines and Bumblebees da weiter, wo sie zuvor aufgehört haben, d.h: ordentlich in die Saiten hauen und ihren verrückten Rock abliefern. Zum Ende gibt es mit dem 6. Titel Badumbadum, den selben wie er oben im Video zu hören ist noch das Grande Finale, der mit mächtig Groove daher kommt und man hier den Spirit dieser Band noch einmal um die Ohren geschlagen kriegt.

Fazit: 10 von 10. Wer ein anspruchsvolles Album sucht, das gut produziert- und einfach mal was anderes ist, wer dabei auch noch Humor mag, der wird diese affengeile Scheibe lieben!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

SUPER SJT im Internet:

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