So manchem liebhaber der Nacht müsste das Projekt Third Realm um den Mastermind Nathan Reiner ein Begriff sein. Das im Jahr 2000 gegründete Dark Electro Projekt, blickt auf eine nun schon fast zwanzig jährige Laufbahn zurück, teilte bereits die Bühne mit Acts wie 3teeth, Hanzel Und Gretyl, Voltaire, Aesthetic Perfection, Psyclon Nine, Dawn of Ashes, oder Seabound und konnte neben so einigen EP’s und Features, sich selbstverständlich mit circa Neun Studioalben einen Namen in der schwarzen Szene machen. Letztes Jahr erschien mit Decadence die erste Werkschau der Band. Für Nathan Reiner ist dies jedoch kein Grund sich auszuruhen und so veröffentlichen Third Realm schon bald ihr neues Album The Art Of Despair.

Mit dem Featuregast Chiasm leiten Third Realm ihr kommendes Album The Art Of Despair mit dem Song Bipolar Pop ein. Druckvolle Drums, treibende Synthesizer Bässe, verzerrte Vocals und eine clubtaugliche elektronische Soundlandschaft baut sich im Hörraum auf, der nicht nur gut produziert ist, sondern auch durch ein interessantes und packendes Arrangement und seiner düsteren Klanglandschaft zu überzeugen weiß. Mit “trancigen” Synthesizerleads eröffnet der zweite Track Be Myself, der sich musikalisch gegenüber dem Opener direkt steigert und nicht nur ein Genretypisches Sounddesign aufweißt, sondern mit dem Third Realm gleich beweisen, dass sie es schaffen ihre Musik durch ein Facettenreichtum an Melodien zum Leben erwecken. Der Arpeggio Synthesizer passt perfekt in die Tanznacht der Untoten, teilweise hört man hier Nathan Reiner auch mal seine klare Stimme einsetzen, die ein wenig nach Hoffnungslosigkeit klingt und von der Klangfarbe her ein wenig, wenn nicht zumindest entfernt an Chris Pohl (Blutengel) erinnert.

When The Sun Goes Down oder auch Banshee machen hier ihrem Genre ebenfalls alle Ehre und sind mit ihrem mittleren Tempo trotzdem durchaus für die Clubs gedacht. Teilweise klingt letzteres wie eine Art Industrial Metal durch den Einsatz von allgegenwärtigen, aber nicht übertriebenen verzerrten Gitarren. Nathan Reiner beweist auch auf diesem Album, das er ein sehr fähiger Songwriter und Komponist ist. Auch Songs wie das an EBM erinnernde Garden Of Lust das an KMFDM erinnernde Background Of My Mind, das mit seinen Gitarren und seinem Sounddesign (minimalistische Drums inklusive) in gewisserweiße an Sascha Konietzko und seine legendäre Band erinnert. Mit Who’s Really Listening geht es wieder an den soundtechnischen Anfang der Scheibe und Clubtauglicher Electro Goth wird dargeboten, der den vorrausgehenden Tracks nicht abgeht. Der Titeltrack The Art Of Despair ist einer der längeren Songs, die zunächst sehr marginal Einleiten und sich langsam aufbauen. Mit über fünf Minuten Spielzeit ist dieser Titel etwas lang, aber er ist auch Langsam gehalten und schafft es zum Abschluss der Platte ein guter und abrundender Abschluss zu sein. Interessant hierbei sind noch zu erwähnen: Die Remixes der vorrausgegangenen Songs, die sich auf dem Album befinden werden. 

Fazit 9 von 10: Fans von Acts wie Suicide Commando, Blutengel, And One und viele andere mehr, sollten sich The Art Of Despair von Third Realm unbedingt auf den Merkzettel schreiben. Hier wird teils eingängiger, gut produzierter und inspirierend komponierter Dark Electro dargeboten, der sowohl für die Clubgänger, als auch für die hard electro Fraktion gemacht ist. TOP!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

Third Realm im Netz:

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https://thirdrealm.bandcamp.com

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https://www.deezer.com/artist/1078087

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