Was das 2014 gegründete Trio von Tyranno mit Skulls, Horns & Lust hier vertont hat, lässt schon von dem ersten Song Satan’s Domain eines deutlich werden. Es handelt sich um eine wahrliche Old School Death Metal Produktion, die vor allem durch ihren Speed Metal Einfluss auffällt. Natürlich muss man hier zugeben, das bei Tyranno nun nicht unbedingt die Axtschwinger der Güte Klasse A engagiert sind, jedoch haben sie es zweifelsfrei verdient mehr als nur belächelt zu werden. Thrash, Death und Speed Metal wird hier zu etwas verarbeitet, das Metalfans alter Schule anspricht. Tyranno wirken dabei wahrlich so, als wären sie Nachbarn von Venom gewesen.

Zügig ziehen Tyranno ihr Programm durch und wirken dabei unbeschwert, nicht zu überladen oder übersättigt, aber auch nicht gerade langweilig. Stets auf Speed, gerne mal langsamer, aber niemals zäh und träge, präsentiert die Band ihre Songs. I’m Obsessed ist da ein Beispiel, das die Zügel der Geschwindigkeit auch mal angezogen lässt und mit seinen kurzen Effekte (Die Orgel-Synths im Hintergrund) für den nötigen Effektausgleich sorgen. Hier könnte man echt annehmen, man habe einen Song aus der Feder von Venom aka. Cronos in den Ohren.

The Hound ist eine bis zur Genickstarre führende Speed Death Nummer, die mit einer Spielzeit von 2 Minuten und 46 Sekunden, perfekt für den Moshpit und Pop-Dance gemacht ist. Zunächst sehr langsam anlaufend und mich fast dazu bewegend, den Skip-Button zu betätigen, können Tyranno Black Soul of Dischord, dann aber ab der Hälfte der Spielzeit doch noch retten und leiten mit einem kurzen Gitarrensolo eine kurze Beschleunigung ein. Bitte nicht falsch verstehen: Es geht meiner Wenigkeit nicht um einen Geschwindigkeitsrausch und wer meine Rezensionen verfolgt, der weiß auch, das ich durchaus auch langsamen Metal Tracks was abgewinnen kann, sie müssen jedoch auch stimmen und sollten nicht so vor sich dahin dümpeln. Einfach mal selbst anhören (Youtube Music Embed Audio Player Oben). Zur kurzen Auflockerung des Spannungsbogen, gibt es ein kurzes Instrumental mit Fall of the Black Messiah, mit dem Tyranno den zweiten Teil ihres Albums einleiten.

Kurz darauf wird es teuflisch heiß mit dem nächsten Speed-Death Kracher Burned Alive. Tyranno werden damit sicher eure Nachbarn Terrorisieren. Hier setzt die Band wieder auf Geschwindigkeit, spielerische Präzision und Variation im Tempo, was zunächst wirkt wie eine reine Speed Nummer, wird nach einer rasend-schnellen Einlage, direkt gedrosselt. Ein fester Stampfer ist ebenfalls das darauffolgende King, bei dem Tyranno ihr altebwährtes Rezept beibehalten. Speed Metal aber nicht ganz so schnell, geht es mit dem Rock ’n Roll lastigen Born Dead zu.  Irgendwie versprühen Tyranno ein gewisses Punk-Flair in ihren Songs. Was mir jedoch ein wenig negativ auffällt, ist das der Sänger bei den Songs nach ein paar Silben Text, immer eine Pause macht. Ob das nun Stilmittel ist und ob das gefällt, müsst ihr selbst entscheiden. Insgesamt haben wir es hier aber mit keiner schlechten Gruppe zu tun. Zum Ende gibt es einen klassichen Stilmix aus allem, was diese Band ausmacht zu hören und zwar auf der Nummer The Great Homage Night.

Fazit 6,5 von 10: Fans des Old-School Black Metal und Death Metal, sollten direkt mal oben auf Play drücken und sich das Teil reinpfeifen. Es stimmt, das man Tyranno durchaus Fans von Venom und Konsorten empfehlen kann. Überrascht hat mich an der Scheibe, das sie nicht nur Old School sein möchte, sondern auch so klingt. Warum also nicht die volle Punktzahl? In der Summe haben wir hier keinesfalls ein schlechtes Werk, im Gegenteil. Aber das Album hinterlässt bei mir in gewisser Weiße ein wenig das Gefühl der Überladenheit. Der fehlende Fluss und die kurzen Unterbrecher im Gesang stoßen mir hier übel auf. Aber es sollte euch definitiv nicht entmütigen, der Band eine Chance zu geben… SIE HABEN ES VERDIENT!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

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https://tyranno666.bandcamp.com
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Stellvertrtender Chef Redakteur seit 2013.

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