Review: CHAIN OF DOGS – BURNING BRIDGES IN A WORLD OF DEATH
Chain of Dogs, sind eine aus Holland stammende Thrash Metal und Folk-Metal Band. Die Combo besteht nun schon seit 8 Jahren und veröffentlichte ihr Debütalbum 2006 komplett in Eigenregie. Die Sechsköpfige Band, setzt sich im Detail wie folgt zusammen – Vocals and Mandolin: Olaf Nijssen , Violin, Whistles and Vocals: Arne Gerits , Vocals, Whistles, Acoustic Guitar: Samana Rikers , Drums: Kenneth Martens , Guitar: Tim Skerka und Bass: Remy Maes. Burning Bridges in a World of Death , ist ihr nunmehr ihr drittes Album. Nein Stop! Eigentlich handelt es sich, wie aus der Biografie zu entnehmen, hierbei um eine Kollektion ihrer EP’s.
Die Scheibe beginnt mit
dem halb-minütigen
Intro
, Ein Orgelspiel ertönt, und irgendwie muss ich hierbei an ein klischeehaftes Bild von Frankreich denken. Dies sorgt (im positiven Sinne) für Heiterkeit. Nahtlos geht dieses kurze Intro in den eigentlichen Opener
D’r Zjwarte Hond va Krapoel
über und man hat ein Bild vor Augen, als würde gerade ein Blutbad in Paris verrichtet. Harmonie, trifft auf Metal und das in verdammt guter Manier. Klassische Instrumente, gekreuzt mit Metal-Stromgitarren, Drums und Bässe. Das ist verrückt, das ist Neu und es ist Affengeil! Die Musiker sind schlichtweg genial, fahren ein tolles Ensemble auf und beweisen Fingerfertigkeit. Zugegeben, den Text verstehe ich nicht. Doch dies wird durch den super Job des Sängers (und Backing Chor) wieder wettgemacht. Eine verdammt verrückte Mischung, fahren diese Jungs auf und beweisen zugleich: Das funktioniert! Mit Flötensound und Marschkapellen-Snare-Drum, leitet der zweite Titel
Ich Bring d’r Doeed
(zu Deutsch: Ich bring dir Tod) ein. Eine witzige Tatsache, wenn man bedenkt, was es übersetzt heißt und wie fröhlich das Flötenspiel einklingt, da tut auch die ab Sekunde eins vorhandene Metalgitarren nix dran ändern. Doch sobald der Verse Teil das Intro des Songs einleitet, macht es Sinn. Und schon wieder setzt bei mir ein Grinsen ein und das Kopfkino beginnt denn: Auf einmal kommt ne total fröhliche Melodie aus Geigen und Banjo’s hinzu. Irgendwie muss ich gerade an Leute aus dem Mittelalter denken, die um ein Feuer springen und fröhlich
Exekution ! Exekution !
singen. Verdammt wie genial ist das? Die Musiker verrichten einen geilen Job! Melodische Abwechslung, komplexe (aber nicht anstrengende) Arrangements, machen auch diesen Song zu einem Knaller. Mit Akustikgitarren und einem schönen Arrangement, beginnt der vierte Song
Deathworld.
Streicher, Akustikgitarre sind klar im Vordergrund, hämmernde Drums und Gitarren, machen den Song perfekt. Natürlich sind die zuerst genannten Instrumente nicht durchwegs vorhanden und man beschränkt sich stellenweise auf Stromgitarre, Bass und Drums. Und das erste mal, bietet dieser Song auch einen englischen und somit verständlichen Text an. Zwar nicht ganz so komplex, wie die anderen Stücke, kann auch er überzeugen. Natürlich sind auch Breaks mit ordentlich viel Streichern vorhanden und man fühlt sich wie in Irland. Ab knapp über die Hälfte, haut er wieder mächtig drauf, der gute Song.
Blood Follows
fetzt sofort mächtig rein und lässt nichts zu wünschen übrig. Sind Schlagzeug, Stromgitarre und Bass schnell, sind Streicher und Akustikgitarre nur halb so schnell gespielt. Im Verse Part, wieder zur reinem Metal, im Break und Refrain wieder mit den klassischen Instrument.
rockt!
Bridgeburners
, haut wieder mächtig drauf. Und fügt sich passend in die vorherigen Songs ein. Auch hier gibt es auf voller Linie, nichts zu bemängeln.
‚t Zjwatte Loak
leitet mit industriell-klingenden Effekten auf, die zusammen ein Interessantes, wenn auch kurzes Intro bilden, ehe Gitarren, Bass, Schlagzeug und Streicher-Elemente einsetzen und mal wieder vom feinsten draufhauen. Irgendwie, wirkt dieser Song aber stellenweise wie Punkrock mit Geige, als wie Metal. Aber auch dieser Song ist nichts-desto-trotz, kein Filler.
Intro Doa is mie Land
ist, richtig! ein knapp 25 Sekunden langes Intro. Vogelgezwitscher, begleitet die schön gespielten Akustikgitarren, welche schnell in den Remix von dem eigentlichen
Doa is mie Land
übergehen. Zunächst beweist der Song Power, um kurz einen Mid-Tempo Break mit Flötensolo einzulegen und weiter geht die Metal-Thrash-Speed Nummer! Das geht ab und haut dich aus dem Hocker!
Follow me up to Carlow (demo)
ist mit Ausnahme der Intros das kürzeste Stück auf dem Opus. Und ja, den Demosound, merkt man dem Werk definitiv an. Schadet jedoch nichts. Es wirkt wie eine gut ausbalancierte Proberaum Aufnahme, die trotzdem punkten kann. Selbiges gilt übrigens auch, für das zunächst langsam beginnende
The Foggy Dew (demo),
welches wie solls auch anders sein, prompt an Fahrt gewinnt. Mitunter gehört dieser Song im gesamten, wenn er auch gut ist, zu den schwächeren Nummern des Albums. Das Demo von
Tooth and Jaw
, nervt irgendwie einfach nur noch ab. Ein zweites Mal, möchte ich mir diesen Song nicht unbedingt anhören. Mit
Oprotte!
, verabschieden sich die Thrash-Folk-Metaler schnell von ihren Hörern. Der „Song“ geht unter einer Minute und lässt den Hörer im Nass stehen.
Mein Fazit: 7 von 10 ! Das Album gefällt. Im Gesamten überzeugt es und verursacht bei Menschen mit guter Fantasie Heiterkeit. Ich jedenfalls, kann jedem Folk und Thrash-Metal Fan diese Scheibe wärmstens empfehlen. Kaufen!
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