Technik: Qobuz – Hi-Res Musik Downloads & Streams
Viele Nutzer beziehen ihre Musik heutzutage digital. Sei es nun über ITunes, Google oder im Stream via Spotify oder Deezer. Ist es doch so, dass sich im Jahr 2015 nichts mehr mechanisch drehen muss, um Musik auf der Anlage zu konsumieren. Mit der gegenwärtigen Klangqualität die die Stores bei MP3 Dateien aufwarten ist es auch nicht schwer, digitale Musik in guter Klangqualität zu erwerben. Fakt ist aber eine Sache: MP3 und AAC sind ein Relikt aus Zeiten langsamer Internetverbindungen und niedrigem Festplattenspeicher. In Zeiten in denen die Festplatte schon die Terrabytemarke überschritten hat und DSL Internet auf dem Vormarsch ist, ist die boomende Daseinsberechtigung von komprimierten MP3 Dateien noch ein Muss? Ist MP3 oder sein Nebenbuhler AAC (Mp4) Heutzutage wirklich noch vonnöten? Ja und Nein. Ja Im mobilen Sektor und Nein mit Sicherheit nicht auf der Hi-Fi Anlage Zuhause. Hi-Fi Audioplayer, die eine Vielzahl von verlustloser Codecs wie FLAC (Free Lossless Audio Codec) oder ALAC (Apple Lossless Audio Codec) WAVE, AIFF, DSD,… uvm. beherrschen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und jeder handelsübliche CD Player, sei es nun im Bausteinsystem oder in der Kompaktanlage, kann mittlerweile einen USB Stick aufnehmen.
Zeit für eine Veränderung – der Store Qobuz macht es vor!
Das Hi-Res Logo steht bei dem Französischen Dienst Qobuz ganz Groß! Hier wird auf besten Sound geachtet
Setzen Stores wie ITunes, oder Google Play immer noch primär auf das MP3 oder AAC Format, gibt es schon erste Ansätze einer Besserung und der Besinnung auf die Audiophile Hörerschaft, die eben nicht nur Kopfhörer benutzen oder auf dem Smartphone hören. Einem solchen Trend folgt schon der Lossless Streamer WIMP (Bald TIDAL) und Der Shop Qobuz, der auch optional ein solches Lossless Streaming-Angebot betreibt. Neben 16 Bit und 44.100 Kilohertz, bietet Qobuz auch Hi-Res 24 / 96 KHZ Bit. (Eine handelsübliche CD, schafft eine Auflösung von 16 Bit mit 44.100 Kilohertz – Auch Bit-Perfect genannt -, wobei Hi-Res dem Super-Audio-CD und DVD Audio Standart, beziehungsweiße Studio-Masterstandart entspricht). Zwischen Hi-Res und Normalem Bit-Perfect Audioformat, gibt es sicher keinen Unterschied hinsichtlich einer Steigerung der Audioqualität und Hi-Res lohnt sich auch erst auf einer Anlage im Kleinwagen-Preissegment. Doch wer ein Optimum an Klangqualität möchte, der ist mit Bit-Perfect bei Qobuz mehr als Bedient und findet einen perfekten Ersatz zur CD. Dies gilt auch bei Streamern wie WIMP (Bald TIDAL), der mit WIMP HIFI für 20 Euro im Monat die Möglichkeit bietet, aus Millionen von Titeln im CD Standart Audioformat auszuwählen. Neben der sowieso schon genialen Vielfalt an Bit-Perfect Musik, besitzt Qobuz den größten Lossless und Hi-Res Katalog, den es in den Reihen des Massenkompatiblen Musikstores gibt. Neben klassischer Musik, gibt es selbstverständlich diverse Rock- & Metal Produktionen auf Qobuz. Neben Großen, als auch kleineren Independent La b els , ist alles im Backing-Katalog von Qobuz vertreten. Nachdem man ein Album gekauft hat, kann der Konsument wählen: Es werden die Lossless / Hi-Res Formate Wave, Aiff, FLAC, ALAC, WMA… geboten. Neben diesen ist jedoch auch optional der Download als AAC, MP3 oder OGG Vorbis möglich.
Was ist jetzt denn genau der Unterschied zwischen „Lossless“ und „Lossy“
MP3 und AAC oder auch OGG Vorbis, sind verlustbehaftet-kompromierte Audiodateien, bei denen Klanginformationen entfernt werden. Je nachdem wie die Datei konvertiert wurde, ist hierbei kein bis ein starker Kompressionsartefakt (Jitter) in der Musik auszumachen. Viele Stores setzen auf die höchste Stufe der Klangqualität, die bei allen Formaten gleichermaßen bei 44.100 khz, 16 Bit und 320 KBit in der Sekunde hat. Eine Lossless Datei oder Audio CD hat im vergleich dazu 1440 KBit/s. MP3 und AAC sind Codecs, welche sich der sogenannten Psychoakustik bedienen. Ein Unterschied zu dem Original in CD Qualität, ist ab einer gewissen KBit/s-Rate nicht mehr auszumachen. Hierbei gilt folgende Faustregel:
128 KBits – definitiv keine „transparente“ CD (oder Lossless gleichwertige) Klangqualität
192 Kbits – etwas bessere, annähernd CD-Qualität
256 KBit/s und aufwärts – das Musikstück enthält sogenannte transparente Qualität, ein Unterschied zu Bit-Perfect ist nicht mehr wahrzunehmen. Dies wurde durch diverse ABX Blindtests fachmännisch und sogar wissenschaftlich nachgewiesen.
Fakt ist, dass MP3 sich nicht zum umkonvertieren, brennen oder archivieren eignet, da sich die Klangqualität höchstens noch aufgrund der Algorithmen verschlechtert. Lossless Formate wie FLAC, WAV oder ALAC sind davon NICHT betroffen unter ihnen kann unendlich hin und her konvertiert werden, das Signal bleibt immer das selbe. ACHTUNG: Konvertiert man eine MP3 in eine FLAC, WAV oder ALAC Datei, wird lediglich die Dateigröße um ca. ein 2-4 Faches größer, die Datei aber enthält die selben Informationen.
Wer Musik auf einer hochwertigen Anlage hört, auf CD brennen möchte, die Musik archivieren möchte und später in ein neues Lossless-Format oder für unterwegs ein AAC oder MP3 daraus erstellen will, der sollte immer ALAC, FLAC oder WAV benutzen. Wer Musik sowieso nur in digitaler Form via USB-Stick an der Anlage, über den mobilen MP3-Player hört und kein teures Hi-Fi Equipment sein Eigen nennt, für den reicht MP3 locker aus.
Verlustlose Formate, sogenannte „Bit-Perfect“-Formate, welche 1-zu-1 den Inhalt einer CD verkörpern, wie Wave oder AIFF sind dafür aber auch ein Vielfaches Größer. Je Nach Album, muss zwischen 400 und 600 Megabyte Pro Album gerechnet werden. Jetzt gibt es aber noch Formate wie FLAC und ALAC zum Beispiel. Diese Funktionieren in etwa so: Man kennt dies von einer ZIP Datei, wenn man (beispielsweise) ein Foto in einen Zip Ordner packt, wird dies fast um 70 Prozent kleiner. Diesen Effekt erhält man mit FLAC oder ALAC. Zwar ist das Format in der Tat gänzlich Lossless und sogar Hi-Res (24 Bit, Studiomaster), doch wird die Datei kleiner, als das reine PCM Signal, wie es bei Wave oder AIFF der Fall wäre
Welche Geräte benötige ich um Lossless Formate auf der Anlage wiedergeben zu können?
Ich empfehle wärmstens diverse Geräte von Sony, Pioneer oder Denon. Fangen wir einmal an:
Pionerr N-50-K
Für bereits vorhandene Hi-Fi Systeme, eignen sich zum Beispiel der Pioneer N-50-K, der neben der Möglichkeit diverse Lossy- und Losslessformate widerzugeben, auch noch eine Netzwerkverbindung (für z.B Online Radio, NAS Systeme) sowie die Möglichkeit via Apple Airplay drahtlos Musik in höchster Qualität zu übertragen. Außerdem bietet der feine Pioneer auch noch ein Feature für weitere Computer-Audio Anwendungen: Er fungiert zusätzlich als USB Soundkarte für PC und MAC Systeme, und enthält darüber hinaus einen Toslink / SPDIF Digital-Analog Wandler.
Preis: Den Pioneer N-50-K, gibt es schon für knapp Vierhundert Euro.
Denon DNP 730
Aus den Hause DENON kommt ebenfalls ein hochwertiger Audioplayer. Preislich etwas niedriger als der Pioneer, beherrscht er sämtliche Lossless und Lossy Formate (Abgesehen von ALAC), Apple
Airplay und Spotify Connect. Auf einen USB oder SPDIF / Toslink Digital-Analogwandler muss man bei Denons Audioplayer allerdings verzichten. Ein Update für die Wiedergabe von ALAC Dateien ist bislang nicht erschienen. Den Denon DNP 730, gibt es für knapp 450 Euro.
Komplettsysteme / Kompaktanlagen:
Auch im Bereich der Komplettsystemen, haben Sony oder Denon so manches in Petto.
Sony HAP-S1: Diese kleine Kompaktanlage h
at es in Sich! Konzipiert als erstes Komplettsystem, für digitale Audioanwendung, besitzt die HAP S1 eine 500 Gigabyte Festplatte, einen USB Anschluss, sowie digitale Audioeingänge. Die Anlage beherrscht sämtliche Audioformate und ist außerdem durch seine Onlinefähigkeit interessant. Für knapp 900 Euro, können Neukunden eine vollwertige, digitale Anlage erwerben inklusive Anschluss für Geräte wie zum Beispiel CD Player oder Plattenspieler. Aus HAP Serie, kommt auch eine Einzelversion des Players mit einer Ein Terrabyte Festplatte. Diese Version kostet zwar 1900 Euro, hat jedoch auch eine Palette interessanter Zusatzfeatures, die der Kompaktanlage allerdings fehlen.
Ein weiteres Gerät, dass ich hier kurz anschneiden möchte, ist der Denon DNP-F109. Technisch ist es dem großen Bruder DNP 730 identisch, jedoch beherrscht er schon von Werk aus das ALAC Format und ist für Denons Kompaktanlagen geeignet.
Pc gestütztes Hi-Fi
Ein letztes Beispiel für diesen digital Hi-Fi Bericht, wäre das kleine schmucke Kästchen von Pro-Ject. Für 400 Euro, erhält der Kunde eine ausgezeichnete audiophile, digitale Soundkarte, die neben einem USB Eingang für MAC und PC, auch über einen Digital / Analogwandler für S/PDIF und Toslink verfügt. Der Project DAC unterstützt Samplifrequenzen von bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz. Er stellt keine Konkurrenz zu dem Pioneer N-50 K dar, da beide klanglich im PC Modus voll und ganz punkten können. Ich selbst konnte beide Geräte an einem legendären Pioneer Verstärker in Kombination mit Zwei Kef R 500 Boxen testen und war von der Klangbühne hellauf begeistert
Fazit & Die die Musik mit den Fingern hören und nicht mit den Ohren…
Was haben wir nun daraus gelernt? Digitale Medienformate sind nicht euer Feind und auch eine MP3 aus Google Play, Amazon und Co., klingt so gut wie eine CD, da das menschliche Ohr bei den Lossy Codecs irgendwann ohnehin keinen Unterschied mehr zu vernehmen mag. Dies wurde, wie bereits erwähnt, schon durch wissenschaftliche Tests belegt. Wer aber das Gefühl der Zufriedenheit haben-, archivieren- oder brennen möchte, der sollte sich FLAC, ALAC, WAVE und Co. gönnen. Apple und / oder ITunes Nutzer verwenden Am besten ALAC. Mit Qobuz habt ihr ja jetzt schon eine Quelle, wo ihr euch mit Lossless und sogar Hi-Res Musik eindecken könnt!
Digitale Musik ist nicht euer Feind. Wer einen 16 GB Stick mit FLAC oder ALAC füllen möchte, der kann circa 30 Alben auf den Stick packen und dann in voller Soundqualität am heimischen Hi-Fi System genießen. Vorbei sind die Zeiten mit lästigen CD wechseln. Ja auch ein eigenes, ellenlanges Mixtape, das eine CD gar nicht fassen kann ist möglich.
Jetzt gibt es aber noch derartige Helden, die etwas zum anfassen haben wollen. Diesen Leuten sei gesagt, dass man Musik nicht mit den Fingern, sondern den Ohren hört, nein sogar erlebt. Ich amüsiere mich über Argumente Phrasen wie zum Beispiel: Ich will den Wert der Musik fühlen. Ehm… Tja… Dann sei diesen Leuten mal ein kleiner Weckruf vergönnt: Eine CD, 16 Seitiges Booklet im Jewelcase, hat den Wert von gerade einmal circa 2,23 Euro. Ziemlich mickrig für etwas, dass soviel wert sein soll? Liner Notes und Booklets sind zwar ein Argument, in der Zeit von Tablett-PCs aber auch nicht mehr zwingend. Diese könnten nämlich entweder beim Kauf schon als digitales PDF Booklet dabei sein, oder eben solches auf der Webseite des Interpreten vorhanden sein. Ebenso gibt es unter den Hardkäufern auch solche, bei denen die CD dann doch wieder als File im PC landet und diese dann im Regal verstaubt. Viele Musikstores (eigentlich alle) haben Mittlerweile ein Back-Up der gekauften Musik, selbst wenn sie dort irgendwann nicht mehr angeboten wird, kann man sie immer wieder neu laden. Im Falle eines Brandes zum Beispiel hilfreich (bei dem die achso geliebten CD’s zerstört werden). Die CD ist längst Steinzeit, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen! Sie kam 1983 auf den Markt. Wir haben 2015 und nicht mehr 1985!
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