Review: DIRTY ROCKERS – „From Hell“ (Psychodelic driven Hard-Rock)
Man nehme eine deftige Portion Hard-Rock, füge dem ganzen eine ordentliche Brise Psychodelic hinzu und herauskommt – DIRTY ROCKERS! Genauer gesagt, ihr neues Album „From Hell“ . 2004 von Sänger Mag LaParterre und den beiden Gitarristen Jacques La Croix und Valerio Quercioli im toskanischen Florenz gegründet, kam der erste Erfolg 2009, als ihr Debütalbum professionell auf dem Label „Contro Tempo“ veröffentlicht wurde. In der Zwischenzeit wurde Gitarrist Velerio Quercioli von Jimmy Sorgane ersetzt und die Band unterschrieb einen Plattenvertrag mit „7Hard“, welche nun ihr Album „From Hell“ veröffentlichen. Und um genau diese Scheibe geht es hier. Bevor wir uns dem Material annehmen, möchten wir im Klartext das Line Up der Band anführen, um Missverständnisse zu vermeiden: Mat LaParterre – Vocals and Screaming, Jaques LaCroix – Guitar, Jimmy Sorgane – Guitar, Eddie Capezzolo – Bass guitar, backing vocals and fireworks, Jimmy „The Hats “ – Drums.
Mit
„
To Rock Is Evil“
empfängt die Scheibe den Hörer mit einer geballten Energie aus soliden Rhythmus-Gitarren, straighten Drums und astreinem Bass-Spiel. Die Band geht ins Ohr und auch ihr Sänger versprüht eine treibende Energie, die man so erstmal hinkriegen muss. Die Band haut richtig aufs Brett und haut hier einfach mal so einen Ohrwurm raus, der voll punkten kann. Der Text ist super und auch der Refrain passt wie der Arsch in die Schüssel. Die Gitarrensoli und eingesetzten Effekte zeigen: Auch hier ist ein Könner am Werk. Der Song ist ein Mitsing- und Headbang-Garant!
„The Book Of Death“
ist ein im Mid-Tempo einleitender Rock-Stampfer, der zunächst lediglich mit einem fetten Bass-Spiel und geradlinigen Drums empfängt. Als ab 18 Sekunden die Gitarren einsetzen, entpuppt sich die Combo abermals als Spezialisten auf dem Gebiet der Melodien und Gitarrensolos. Wieder passt der Herzblut-versprühende Gesang perfekt. Und schon wieder, – und das wird im Refrain deutlich, liefert die Band eine Rock Hymne ab, die ihres gleichen sucht! Die Energie des Openers wird hier einfach mal so kopiert. Es wirkt wie aus einem Guss. Riffing, Solos, Drumming, Bass-Spiel und Sänger fusionieren zu einer Einheit. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Lustig sind auch die kurzen Einflechtungen bekannter Melodien, jedoch komme ich gerade nicht drauf, woher ich das kurz eingeleitete Gitarrenspiel, was ca. in Minute Drei ertönt, kenne.
„R.I.P. (Rott in Peace)“
, die dritte Nummer der Scheibe und mit einem sehr makaberen Namen, leitet bedrückend ein und verbreitet eine unbehagliche Stimmung. Düstere Gitarren, die mit einem Flanger-Effekt bearbeitet wurden, eröffnen die Nummer, die sich nach kurzer Zeit zum schwergewichtigen Stampfer wandelt. Der Gesang ist diesmal sehr düster, also passend zur Musik. Die Nummer ist gut und geht ebenfalls sehr gut ins Ohr, wenn der Track auch nicht mehr ganz so stark wie die beiden vorherigen ist, hat er dennoch Potential und geht ab!
„Gone“
bildet zu Beginn das perfekte Gegenstück zu
„R.I.P.“
und zwar in jeder Hinsicht. Akustik (oder cleane) Gitarren, werden von einem hellen Gesang begleitet. Die Nummer wirkt balladesk, rockt aber wieder drauf los und hat Hit-Potential. Ebenso starkbrüstig präsentiert sich
„In Justice O
f Rock’n’Roll“
,
eine geballte Rocknummer, an der es nichts auszusetzen gibt. Ohrwurm-Garantie inklusive. Hymnen zu schreiben, scheinen die
Dirty Rockers
zu beherrschen. Ebenso wie komplett geniale Gitarrensolos und Riffs.
„Ashes In The Wind“
versprüht eine wütende Atmosphäre. Gitarren, angestachelt von den Drums und dem Bass, die nur so aus den Boxen schießen, als wollten sie ihre Saiten um deinen Hals legen und mordlüstern zuziehen. Wieder eine Nummer, die alles aber kein Filler ist. Messerscharf präsentieren Dirty Rockers den darauf folgenden Titel
„Magic Violence“
. Ein von Anfang bis Ende energiesprühender Rocker, der (- brauch ich das noch zu erwähnen ?) trotz der etwas ablassenden Komplexität wieder Ohrwurmcharakter bietet.
„Suck My Soul“
führt dieses Rezept gradlinig fort. Straighte Instrumentierung, zielstrebiger Gesang. Okay ich gebe zu, wenn Mat LaPaterre hier in die Höhe geht, kann es ein wenig anstrengen, aber nicht nerven. Auch der Refrain hat es wieder in sich und die Gitarren & Bassarbeit ebenso, wie auch die Drums.
„We Saved Rock’n’Roll“
macht seinem Namen alle Ehre und fernab jeglicher Arroganz, kann die Band das tatsächlich von sich behaupten, denn was hier vorliegt, ist ein starkes Album, dass seines gleichen sucht. Ein letztes mal geben Drummer, Basser die Gitarristen und natürlich der Sänger alles und das gelingt ihnen aufs Ganze! TOP!
Fazit: 9,5 von 10 Punkten. Hard Rock-Fans, die hie und da Metaleinflüsse mögen, und auch Metalfans sollten sich dieses Opus auf keinen Fall entgehen lassen. Der Mix ist super. Ideen, Songwriting und Arrangements einsame Spitze! Wer auf Hard Rock in Perfektion steht, der sollte diese Band nicht unbeachtet lassen! FETZT!
Weblinks:
Dirty Rockers – Offizielle Webseite
Dirty Rockers @ Wimp