MOTHER’S FINEST am 19.11.2014 live in Dornbirn!

mothersfinest-btb

mothersfinest1 Gefährlich, provokativ, schweiss-treibend und leidenschaftlich: 2014 sind sie wieder auf Tour und machen am Mittwoch, 19. November 2014 auch im „Spielboden“ in Dornbirn einen Zwischenstopp: Die legendäre Rock & Funkband MOTHER’s FINEST – das Signal zur Rückkehr dieser einmaligen amerikanischen Funk’n’Roll Band, die soeben einen neuen Vertrag mit „Steamhammer Records“ unterschrieben hat!

 

moses mo Ihr explosives Gemisch aus Jazz, R’n’B, Rock, Funk und Heavy Metal kam schon lange vor der „Black Rock Koalition“ und Bands wie den Red Hot Chilli Peppers ! Mit ihrem spektakulären Hardfunk-Hit  Baby Love“ landeten sie ihren Welthit und einen Song für die Ewigkeit! Der typische, legendäre screaming Guitarsound von Moses Mo , Joyce Kennedy ’s sexy-feministische Ausstrahlung, ihre soulige Gospelstimme, Glenn Murdock ’s Metal-Härte, John Hayes ‚ Flitzefinger-Gitarre, Dion Murdock ’s fette und groovige Drums, sowie der oberamtliche, Bassisten-Generationen prägende Funkbass von Wyzard sind das feurige Basement dieser Roots-Funk & Roll-Band No.1. Der Schlüssel zum Erfolg dieser Band sind nicht die Plattenproduktionen, sondern ihre Liveshows: „Wir spielten sieben harte Tage in der Woche und erinnern uns noch gut an die Zeiten, in denen zu unseren Konzerten fünf Fans antraten. Doch wir spielten weiter und weiter bis der Club sich endlich füllte, denn wir lieben diese Art von Aufregung!“ .

mothersfinest2 Die Geschichte der Band hat Ähnlichkeit mit einem Puzzle. Anfangs gab es nur ein Duo, das in der ganzen Welt auftrat und sich Sly & The Family Stone zum Vorbild genommen hatte. Joyce Kennedy  landete mit 16 einen Hit in ihrer Geburtsstadt Chicago. Durch diesen Erfolg angespornt, überredete die Sängerin Jugendfreund Glenn Murdock , seine eigene Gruppe aufzugeben und mit ihr ein Team zu bilden. Um das auch formal zu manifestieren, heirateten Joyce und Glenn und traten in der Folgezeit vor Soldaten und der einheimischen Bevölkerung in Thailand, Guam, Japan und auf den Philippinen auf. Ihr glatter, polierter Stil gefiel zwar dem Publikum ausnehmend gut, doch am Ende ihrer Fernost-Reisen entschloß sich das Duo, fortan sich mehr um den funky-orientierten Stil zu kümmern. Sie waren von dem Konzept begeistert, das seinerzeit Sly & The Family Stone populär gemacht hatte: Rock und Soul als fulminante Einheit.

Joyce und Glenn begannen, eine Band zusammenzustellen, die beides gleichermaßen spielen und mischen konnte und außerdem in der Lage war, eigene Stücke zu entwickeln. Lead-Gitarrist Gary „Moses Mo“ Moore kam aus Dayton, Ohio. Bassist Jerry „Wyzard“  Seay aus Miami, Barry Borden , Schlagzeuger, aus Chattanooga, Tennessee. Eine Weile spielte die Gruppe in Florida ihre eigenen Stücke vor kritischem Publikum. Der Erfolg war selbst für Kenner der Szene überraschend. Einwöchige Engagements endeten mit schöner Regelmäßigkeit erst nach Monaten, Clubs, in denen Mother’s Finest auftraten, hatten plötzlich ungewohnte Besucheranstürme. Als die Gruppe merkte, daß sie auf den richtigen Weg war, wählte sie Atlanta als Ausgangsbasis ihrer zukünftigen Unternehmungen.

joyce kennedy Dort vervollständigte auch Keyboard-Spieler Michael Keck das Team (er hat Mother’s Finest inzwischen längst verlassen). Nach einer kurzen Zeit ohne Live-Auftritte, in der die Songs für ihre erste LP geschrieben wurden, brachen die Musiker erneut die Hausrekorde etlicher prominenter Etablissements. Für einigen Wirbel sorgten Joyce und ihre Jungs auch in Deutschland, als sie mit einem mehrstündigen TV-Auftritt in der „Rockpalast-Nacht“  die Halle zum Kochen brachten. Seit ihrem Auftritt in der zweiten Rockpalast-Nacht von 1978 in der Essener Gruga-Halle (der neu zusammen mit einem Rockpalast-Konzert von 2003 auch auf DVD veröffentlicht wurde) sind sie auch in Europa einem größeren Publikum bekannt und haben längst Kultstatus. Ende der 1970er-Jahre produzierten sie teils soul-orientierte und Anfang der 1980er zwei Hard Rock-Alben (z.B. „Iron Age“ von 1981). Für Verwirrung sorgte die Band dadurch, dass Gitarrist Moses Mo auf der LP „One Mother To Another“ (1983) mit seinem bürgerlichen Namen Gary Moore angegeben wurde. Dies verleitete viele (und die meisten Rezensenten) zur unzutreffenden Annahme, der namensgleiche irische Gitarrist sei bei der Band eingestiegen. Mother’s Finest löste sich 1983 auf, „B. B. Queen“ schloss sich Molly Hatchet an. „Baby Jean“ startete im Anschluss unter ihrem bürgerlichen Namen Joyce Kennedy eine beachtliche Solokarriere und brachte die zwei LPs „Lookin’ For Trouble“  (19184) und „Wanna Play Your Game“  heraus. Moses Mo gründete die Band Illusion , die zwei hervorragende Hard Rock-Alben – „Illusion“ (1985) und „I Like It Loud“ (1986) – herausbrachte und Wyzard spielt vorübergehend mit Ken Hensley ( Uriah Heep ) bei Blackfoot .

„Baby Jean“ Kennedy , „Doc“ Murdock , „Moses Mo“ und „Wyzard“ fanden 1989 wieder zusammen und brachten mit dem neuen Schlagzeuger Dion Derek die LP „Looks Could Kill“ heraus. In den 1990er-Jahren waren sie zurück mit dem Crossover-Album „Black Radio Won’t Play This Record“ und mit dem neuen Gitarristen John „Red Devil“ Hayes . Die letzte Studioproduktion „Meta-Funk’n’Physical“ von 2003 mitsamt neuerlicher Rückkehrer von „Moses Mo“ und dem neuen Schlagzeuger Kerry Denton ist mehr an Hip Hop und elektronischen Beats orientiert. Danach folgten ein paar sensationelle Live-Alben und stetiges touren rund um den Globus. Vor allem in Europa ist ihnen ihre Fangemeinde über all die Jahrzehnte stets treu geblieben. Im Sommer des Jahres 2011 spielte die Band als Support Act von Santana  in Wiesen, Österreich auf. Aber auch bei den „Clam Concerts“ sind sie Stammgäste.

Die Songs von Mother’s Finest  sind engmaschige Einheiten, Produkte gleichwertiger Zusammenarbeit aller Mitglieder der Gruppe. Dabei kommen energiegeladene Songs hervor, die entweder vor sehnsüchtigem Herzschmerz nur so triefen, abrocken wie die sprichwörtliche Sau, aber vor allem immer grooven, was das Zeug hergibt! Keine Frage, Mother’s Finest ist eine der besten Live-Bands dieses Planeten und glücklicherweise sind sie wieder aktiver denn je, zumal sie ja soeben einen Record-Deal mit „Steamhammer“ (SPV) unterschrieben haben, der uns anfangs 2015 das nigelnagelneue Studio-Album „Goody 2 Shoes & The Filthy Beast“ bescheren wird!

Und nun kommen sie am Mittwoch, 19. November 2014 nach Dornbirn , Vorarlberg, in den „Spielboden“ ! Beginn ist um 20:30 Uhr und Tickets kosten im Vorverkauf 24,- Euro und an der Abendkassa 28,- Euro. Tickets gibts via www.spielboden.at  oder unter +43 – 5572 – 21933 .

…und wer das versäumt, der ist selber schuld! Be there, when the pioneers of Funk-Rock burn down your hometown!

Concert Tip by Tom Proll