Review: THE AGE OF THE UNIVERSE – „Singularity“ (Rock)
The Age Of The Universe sind ein Rocktrio aus Washington D.C., USA. Die Band setzt sich aus den Mitgliedern Isaac Reese – Gesang und Gitarre, Enrico Canu – Drums und Alessandro D’Ascoli – Bass, zusammen und präsentieren nun mit „Singularity“ ihr neues Album. Stilistisch ist die Band (laut Biografie) mit 30 Seconds To Mars und Queens Of The Stone Age zu vergleichen. Mal schauen, was sie mit „Singularity“ abgeliefert haben.
„Alive“
bildet einen energiegeballten Einstieg in das Album. Gemeinsamkeiten mit
Q.O.T.S.A.
fallen sofort auf. Die Band kommt mit einer Explosion daher, die einem in den Sessel haut. Kraftvolle Drums, messerscharfe Gitarren im Refrain und psychedelische Züge im Verse lassen alle Ohren auf
The Age Of The Universe
blicken. Rockt! Ähnlich geht es mit dem zu Beginn etwas an
U2
erinnernden
„Believe“
. Ein verzerrter Bass und verhallte Gitarren machen den Sound geradezu meisterhaft. Hier gibt es nichts zu meckern. Mystisch eröffnet sich dem Hörer
„The Man On The Edge“
,
das nach einer halben Minute mit einem Donnergrollen der Gitarren zum gestandenen Heavy-Song umschaltet. Abermals präsentieren sich
The Age Of The Universe
als Könner in Sachen Songwriting, Gesang, Melodien und Saitenvirtuosität. Auch der Drummer macht eine gute Figur. Zärtlich leitet
„Far From The Sun“
ein. Cleane Gitarren, eingängige Bass-Riffs und gefühlvolle Keyboardsphären im Verse, werden im Refrain von einem Piano-Spiel begleitet. Die Band spielt hier im Feature mit
„A Rainy Day in Bergen“
.
Von der Heavyness ist auf diesem Stück fast nicht mehr viel übrig. Zwar gibt es hier auch Stromgitarren zu hören, verglichen mit den bisherigen Tracks, klingt diese Nummer aber sehr sanftmütig, was nicht heißen soll, dass die Nummer schlecht ist. Im Gegenteil: – ist ’ne schöne Rock-Ballade.
„Fallen Angel“
ist wieder das komplette Gegenteil. Ein tonnenschwerer, energischer Rocker, der zwar ein wenig ruhig im Verse ist, dafür im Chorus wieder abgeht. Der Wechsel zwischen leicht und heavy macht die Band aus. Das weiß zu gefallen!
„Priceless“
ist ein harter, wütender Rocker, der zum Bangen verleitet. Die Nummer ist einfach stark. Unglaublich geile Gitarren und Bassarbeit und ein Drummer, der seine Schießbude nur so abfeuert. Das folgende, titelgebende Stück
„Singularity“
wirkt mystisch, ruhig, fast sogar schon melancholisch. Wie immer wird der ruhige Verse im Refrain durch pure Heavyness ausgetauscht und was ergibt diese Mischung? Richtig! Abermals eine Nummer, die sich nicht zu verstecken braucht.
„Spanish Eyes“
würde ich als Akustik-Schnulz-Pop bezeichnen, der bestens im Radio aufgehoben wäre.
The Age Of The Universe
geben Vielseitigkeit zum besten. Ab knapp 3 Minuten ist jedoch hier vorübergehend wieder Schluss mit kuschlig: nach einem kurzen Break, begleiten Heavy Rock-Gitarren die Akustik-Gitarren in einem recht zügigen Tempo. Bassist, Drummer und Gitarrist sind ebenso genial wie auch der Sänger. Nach diesem Ausflug wird der Song wieder balladesk und verbleibt auch bis zu seinem Ende in dieser Konstellation. Bei
„Say It Loud“
ist der Name Programm.
The Age Of The Universe
schütteln hier einen makellosen Rocker aus dem Ärmel an dem es nichts auszusetzen gibt! Mit ruhigen Keyboardflächen und einer Chorus-Gitarre eröffnet das nachdenklich-stimmende, schöne
„Questions“
, dass durch sein Sounddesign und Konzept funkelt und glänzt. Gegen Ende, rockt der Song nochmal kurz drauf los. Kombiniert mit dem Text und dem Gesang, macht dies durchaus Sinn. Wunderbar!
„Dreams Of Tomorrow“
zeigt die Band ein letztes mal in ihrer besten Form. Mystisch, ruhig und nicht ganz so heavy. Im Chor macht die Band auch feine Arbeit und das kommt hier sehr gut zur Geltung.
Fazit: 9 von 10 Punkten. Ein meisterhaftes Album, das poppige Einlagen mit rotzigem Rock kombiniert und zeigt, dass sowas sehr gut funktionieren kann! Ein Meisterwerk! Hier ist für jeden was dabei. U2 -Fans sei sie ebenso empfohlen wie 30 Seconds To Mars -Fans. Und dennoch ist sie – neben eben genannter Bands nicht nur was für Queens Of The Stone Age -Fans. TOP!
Weblinks:
The Age of The Universe – Offizielle Webseite
The Age of The Universe @ Deezer (NICHT VERFÜGBAR)
The Age Of The Universe @ WIMP